Kaiman im Hallwilersee gesichtet

Die Suche nach dem Exoten blieb bislang erfolglos

Im Hallwilersee wurde ein mutmasslicher Kaiman gesichtet. Ein Fischer meldete dies der Aargauer Kantonspolizei. Die Suche nach dem Exoten ist bisher jedoch erfolglos geblieben.

"Nessie"-Alarm im Hallwilersee? Ein Fischer meldete der Kantonspolizei am Sonntagabend, er habe am Ufer des Sees zwischen Beinwil am See und Mosen ein etwa anderthalb Meter grosses Reptil beobachtet. Das Reptil sei plötzlich an der Wasseroberfläche aufgetaucht und habe nach einer schwimmenden Jung-Ente geschnappt. Danach soll das Tier mitsamt Beute weggeschwommen sein, schreibt die Aargauer Kantonspolizei in einer Mitteilung.

Die Beobachtung des Fischers lässt Experten darauf schliessen, dass es sich beim fraglichen Reptil um einen Kaiman handeln könne. Die exotische Spezies jagt in der Abenddämmerung vorwiegend im flachen Wasser nach Beute. Es sei davon auszugehen, dass das Tier wahrscheinlich aus illegaler Tierhaltung stammt und ausgesetzt worden ist, schreibt die Kantonspolizei weiter.

Laut Einschätzung von Experten gehe vom Tier keine Gefahr für Menschen, namentlich für Badende und Spaziergänger, aus. Solche Reptilien, zu deren Beuteschema primär Fische und Kleintiere gehören, sind grundsätzlich scheu und reagieren erst aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlen. Die Suche nach dem Tier gestalte sich als schwierig. Die Kantonspolizei Aargau bittet daher Personen, welche das Reptil im Hallwilersee sehen, sich unter dem Notruf 117 zu melden.

Audiofiles

  1. Radio Argovia Redaktor Michael Wettstein im Interview mit Bernhard Graser von der Aargauer Kantonspolizei. Audio: Radio Argovia AG
  2. Keine Angst vor dem Kaiman im Hallwilersee. Audio: Maik Wisler / Selina Linder
Die Kaimane sind eine Unterfamilie der Alligatoren innerhalb der Krokodile.