«MJ» hat wohl einen Schweizer auf dem Gewissen

Im Bauch des Krokodils wurde eine Schweizer Metallplatte entdeckt

Ein Krokodil wie dieses könnte einen Schweizer auf dem Gewissen haben (Symbolbild).

Im Magen eines fast fünf Meter langen Krokodils in Australien ist eine Stahlplatte entdeckt worden, wie sie Ärzte bei chirurgischen Eingriffen verwenden. Vermutet wird, dass sie von einem Menschen stammen könnte, der dem mehr als 45 Jahre alten Tier vor langer Zeit zum Opfer fiel.

Das Salzwasser-Krokodil namens «MJ», das im Nordosten Australiens auf einer Farm in der Nähe des Korallenriffs Great Barrier Reef zuhause war, starb nach einem Kampf mit einem anderen Krokodil. Anschliessend schnitten es Helfer auf, um die genaue Todesursache zu klären. Dabei wurden ausser der etwa zehn Zentimeter langen Platte auch noch sechs Metallschrauben gefunden.

Platte stammt aus der Schweiz

Nach Angaben der Koorana Crocodile Farm aus der Gemeinde Coowanga stammt die Platte aus Schweizer Herstellung. Der Besitzer der Farm, John Lever, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: «Es gab keine Knochen. Die müssen von den Magensäften des Krokodils vertilgt worden sein.» Auf der Platte sei auch nichts mehr zu erkennen, das Hinweise auf die Identität eines möglichen Opfers liefern könnten. Lever sagte, die Platte sei ein «ziemlich altes Modell». «Die kann seit Jahrzehnten da drin gewesen sein.»

Die Polizei hat sich in die Angelegenheit noch nicht eingeschaltet. «MJ» - genaue Länge: 4,70 Meter - war vor sechs Jahren von einer anderen Farm nach Coowanga gekommen. Dort leben 5000 Krokodile, pro Jahr wird sie von etwa 30 000 Touristen besucht. Üblicherweise essen die Menschen dann Krokodil und nicht umgekehrt: Besonders beliebt sind marinierte Kroko-Rippchen und -Spiesse.

(Quelle: sda)