Notfallkonzept nach Sperrung der Axenstrasse

Der Kanton Uri hat auf die mehrwöchige Sperrung der Axenstrasse reagiert

Der Kanton Uri hat auf die mehrwöchige Sperrung der Axenstrasse reagiert. Er setzte ein Notfallkonzept in Kraft und berief eine Koordinationsgruppe ein. Urner Unternehmen können Hilfe beim Kanton beantragen.

Seit dem letzten Sonntag, als am Axen ein Felsbrocken niederging, ist die A4 zwischen Flüelen UR und der Abzweigung Wolfssprung südlich von Brunnen SZ gesperrt. Die Sperrung dürfte noch mehrere Wochen anhalten. Uri habe damit eine Ausnahmesituation zu meistern, teilte die Baudirektion am Freitag mit.

Landammann und Baudirektor Roger Nager sicherte in der Mitteilung der Bevölkerung zu, dass der Regierungsrat wo immer möglich Hilfe leiste. So sei das SBB-Angebot auf der Axenstrecke kurz nach dem Ereignis verbessert worden.

Auf den letzten Montag setzte der Kanton Uri ein Notfallkonzept für die Blaulichtorganisationen in Kraft. Weil sich der Felssturz zwischen Sisikon UR und Flüelen ereignete, ist Sisikon nur noch via Brunnen erreichbar. Bei Ernstfällen werden die Polizei, die Feuerwehr und der Rettungsdienst aus dem Kanton Schwyz aktiv.

Gemäss der Mitteilung kümmert sich ferner eine Koordinationsgruppe um die Anliegen der betroffenen Bevölkerung und Behörden. Zu Hilfe kommen soll Uri dabei, dass es Erfahrungen mit solchen Situationen hat. Auch bei der Sperrung der Schöllenen oder der Bristenstrasse habe die Versorgung während mehreren Wochen sichergestellt werden müssen, heisst es in der Mitteilung. Urner Betriebe, die wirtschaftlich unter der Situation leiden, können beim Kanton ein Gesuch um Kurzarbeitsentschädigung einreichen.

(Quelle: sda)

Audiofiles

  1. Sisikon während zwei Monaten vom Kanton Uri abgeschnitten. Audio: Flavio Desax / Carla Keller