Immer mehr Gewalt und Pornografie auf Teenager-Handys

Junge wollen durch Gewaltdarstellungen Aufmerksamkeit

Mehr Gewalt und Pornografie auf Teenager-Handys (Symbolbild)

Videos mit verbotener Pornografie oder Gewaltszenen verbreiten sich auf den Handys von Jugendlichen immer mehr. Dies zeigen die neuen Zahlen zur Jugendkriminalität berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Der Grund für diese Entwicklung sei nicht neu: Die Jugendlichen wollen sich damit Aufmerksamkeit verschaffen. 

Die Zeitung macht das Beispiel an einem konkreten Fall: Ein 14-Jähriger muss als eine Art Mutprobe ein Foto seiner Genitalien machen und dieses dann an mehrere Mädchen in seinem Alter verschicken. Damit hat sich der Jugendliche der Herstellung von Kinderpornografie schuldig gemacht und wird verurteilt. Im Kanton Zürich beispielsweise hat es im vergangenen Jahr 84 solcher Fälle gegeben. Grundsätzlich spiele bei rund jedem dritten Fall selber erstelltes pornografisches Material eine Rolle, so die Oberjugendanwaltschaft Zürich. 

Immer mehr Gewaltvideos im Umlauf

Aber nicht nur die Zunahme von Pornografie auf den Handys vieler Jugendlicher bereiten Experten Sorgen. Auch die Zahl von Gewaltdarstellungen habe weiter zugenommen. Verbreitet seien vor allem Aufnahmen, die massive Gewaltanwendungen wie die Tötung von Menschen oder Tieren zeigen. 

Knapp jeder vierte Jugendliche hat demnach bereits solche Gewaltdarstellungen gesehen. Oftmals geschehe dies ohne Absicht, da die Videos kommentarlos in Gruppenchats verschickt werden.