In Menzingen werden neue Abwehrsysteme getestet

Radarsensoren sollen Flugzeuge der Luftwaffe aufspüren

In Menzingen werden seit heute Radarsensoren von zwei Luftabwehrsystemen getestet. Die beiden Systeme kommen aus den USA und Frankreich.

Armasuisse testet gemeinsam mit der Schweizer Armee zwei Abwehrsysteme in Menzingen, auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Gubel. Während zwei Wochen, von Mitte August bis Ende September sollen die Radarsensoren Flugzeuge der Luftwaffe aufspüren. Zusätzliche Lärmemissionen sollen aber während den Tests nicht entstehen, auch Schiessversuche werden keine durchgeführt. Wie armasuisse schreibt, rechnet sie aber mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen rund um Menzingen. Zusätzlich wird aus Sicherheitsgründen eine Sperrzone eingerichtet, die sich jedoch auf das Armeegelände beschränkt.

Nach dem Raketensystem Patriot des US-Herstellers Raytheon wird die mit Aster-Raketen bestückte SAMP/T-Plattform von Eurosam aus Frankreich getestet. Es sei wichtig, zu überprüfen, ob die Systeme auch jeweils das leisten, was deren Hersteller versprechen, denn die Schweiz sei wegen ihrer Topografie eine Herausforderung für die Luftverteidigung, sagte Marc Dürr, der Verantwortliche Erprobungen der Armasuisse. Im Winter soll den beiden Herstellerfirmen eine zweite Offertanfrage zugestellt und anschliessend ein Evaluationsbericht erstellt werden. Welches Bodluv-System für die Schweiz angeschafft werden soll, ist am Ende eine Entscheidung des Bundesrats. Die neuen Waffensysteme sollen ab 2025 ausgeliefert werden.

Audiofiles

  1. Test neuer Luftabwehrsysteme in Menzingen.. Audio: Marco Zibung
Die Radarsensoren aus Amerika und Frankreich werden in Menzingen getestet. Die Radarsensoren aus Amerika und Frankreich werden in Menzingen getestet. Die Radarsensoren aus Amerika und Frankreich werden in Menzingen getestet.