Apps setzen Jugendliche unter Druck

Eine neue Studie zeigt das Internetverhalten von jungen Erwachsenen

Junge Menschen sind in ihrer Freizeit mehr online als Erwachsene – im Durchschnitt vier Stunden pro Tag. Doch sie denken auch mehr über ihr Internetnutzung nach und legen zum Teil sogar selber Regeln fest.

Die Hälfte der jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren erleben das permanente Online-Sein positiv. Das geht aus einer Umfrage bei 1001 Jugendlichen hervor, die die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) am Montag vorstellte. Rege benutzt werden vor allem Instant Messaging, soziale Medien, E-Mail und Videoportale.

Gleichzeitig fühlt sich jeder dritte Jugendliche durch gewisse Apps unter Druck gesetzt und jeder Vierte wird nervös, wenn er für einige Zeit nicht online ist. Gemäss der Umfrage haben 95 Prozent der Jugendlichen eine Regulierungsstrategie entwickelt, um die vielen Online-Benachrichtigungen zu bewältigen.

Viele haben Entzugssymptome

Drei Viertel gaben zum Beispiel an, das Handy nicht zu benutzen, wenn sie sich auf etwas Anderes konzentrieren müssen. Knapp zwei Drittel haben schon Apps gelöscht, weil sie zu viel Zeit benötigten und jeder Zweite deaktiviert Benachrichtigungsfunktionen. Zwei von fünf Jugendlichen legen Regeln fest, wann und wie lange sie online sind.

Gemäss der Umfrage sind zehn Prozent der Jugendlichen sogar 5,4 Stunden pro Tag online. Sie stellen aber auch die negativen und positiven Auswirkungen des dauerhaften Online-Seins noch stärker in Frage. Sie setzen sich demnach mehr Regeln, haben aber auch Entzugssymptome, wenn sie nicht online sind.

(Quelle: sda)