Schweiz verspielt den Sieg kurz vor Schluss

Nur ein 1:1 Unentschieden gegen Irland in der EM-Quali

Am Schluss reichte es nur für ein 1:1 Unentschieden: Haris Seferovic im Spiel gegen Irland.

Die Schweiz hat in der EM-Qualifikation in Dublin gegen Irland in der Schlussphase den wegweisenden Auswärtssieg verspielt. Nach der Führung durch Fabian Schär (74.) glichen die Einheimischen fünf Minuten vor dem Ende durch David McGoldrick zum 1:1 aus.

Nach diesem Unentschieden bleibt es in der Gruppe D zwischen den EM-Anwärtern Schweiz, Dänemark und Irland bei der Pattsituation. Alle bisherigen drei Direktbegegnungen zwischen diesen Teams endeten unentschieden. Für die Schweiz bleibt die Situation deshalb heikel, weil sie schon im März gegen Dänemark in den letzten Minuten den Sieg aus der Hand gegeben hatte (3:3). Die beiden Partien im Oktober in Kopenhagen gegen Dänemark und in Genf gegen Irland werden entscheiden, ob die Schweiz einen der ersten beiden Plätze erreicht, welche ohne Umweg über die Barrage zur EM-Teilnahme berechtigen.

Dem Ärger über den späten Ausgleich zum Trotz kann die Schweiz mit diesem Remis in Irland leben. Sie hat es gegen einen zwar limitierten Gegner, aber eben auch in einem atmosphärisch nicht einfachen Kontext erreicht. Dass die Prüfung in Dublin heikel war, hatte viel auch mit hausgemachtem Ungemach zu tun. Die Tage vor dem Spiel waren bei den Schweizern beherrscht von der Diskussion über die Absenz von Captain Stephan Lichtsteiner. Von der Kontroverse um den Verzicht von Xherdan Shaqiri. Es ging um neue Hierarchien und (fehlende?) Führungsspieler, um den Umbruch, der seit der WM eingeleitet, aber längst nicht abgeschlossen ist.