Der digitale Patient

Neues Informationssystem für das Luzerner Kantonsspital

Computer und Tablet, statt bergeweise Papier und Akten. Mit dem neuen Klinik-Informationssystem LUKiS stellt das Luzerner Kantonsspital komplett auf digital um. Nach über zwei Jahren Plan- und Testphase steht das Spital mit dem 65-Millionen-Projekt nun kurz vor dem Startschuss.

Am frühen Samstagmorgen, 21. September um 3 Uhr ist es soweit. Das Luzerner Kantonsspital schaltet das neue Informationssystem LUKiS live. Mit dem neuen System sollen alle Patientendaten, ärztliche Verordnungen und verabreichte Medikamente an einem zentralen Ort digital gespeichert werden. Sämtliche Abteilungen haben dann Zugriff auf alle Daten. Verlorene Formulare oder unleserliche Ärzte-Handschriften werden dann keine Probleme mehr bereiten. Das Kantonsspital rechnet, dass somit mindestens 15'000 Formulare jährlich eingespart werden können.

Spital-Software weltweit im Gebrauch

Dem LUKiS liegt eine Software des amerikanischen Herstellers Epic Systems zugrunde, das aber während vielen Arbeitsstunden den Luzerner Verhältnissen angepasst werden musste. Mehr als 1000 Kliniken weltweit benutzen es schon heute. Der Chefarzt der Radiologie und Nuklearmedizin, Justus Roos, hat das Programm bereits während seiner Zeit in den USA in zwei verschiedenen Krankenhäusern benutzt. In seiner Erfahrung ist das Programm sehr stabil. Er hat in den 9 Jahren, die er in Amerika gearbeitet hat, nur einen Absturz erlebt. Ob das System in Luzern am Samstag abstürzt oder sich sonst wie unerwartet benimmt, wird sich zeigen. Für diesen Fall habe das Luzerner Kantonsspital hunderte von Supportern bereit, sowie einen Plan B und einen Plan C. Und falls auch diese Stricke reissen sollten, liegen immer noch viele, viele Formulare bereit.

Luzerner Kantonsspital ersetzt digitale Insellösungen durch Klinikinformationssystem LUKiS.