Das war der "Sturm" auf die Area 51

Etwa 40 Menschen versammelten sich - statt 2 Millionen.

Aus dem von Scherzbolden im Internet ausgerufenen Sturm auf das US-Sperrgebiet Area 51 ist nichts geworden. Etwa 40 Menschen versammelten sich laut Behörden an der Anlage in Nevada. Nach Warnungen der Polizei gingen sind demnach am Morgen aber friedlich auseinander.

Zuvor war laut dem Büro des Bezirkssheriffs von Nye in Nevada am Freitag ein Mann verhaftet worden, weil er in der Öffentlichkeit Wasser gelassen hatte. Auch eine zweite Person wurde festgenommen. Ein AP-Fotograf beobachtete, wie eine Frau versuchte, unter dem Tor hindurchzukommen. Sie wurde abgeführt.

Die Versammlung ging auf einen Scherzaufruf auf dem sozialen Netzwerk Facebook zurück, wonach massenweise Menschen auf das einst streng geheime Testgelände aus dem Kalten Krieg kommen sollen. "Sie können uns nicht alle stoppen", hiess es darin. "Lasst uns diese Aliens ansehen." Hunderttausende interessierten sich für den Anlass, 2,1 Millionen Facebook-Nutzer sagten zu.

Existenz erst 2013 eingeräumt
Die US-Regierung hatte die Existenz der Militäranlage erst 2013 eingeräumt. Die Geheimniskrämerei befeuert Verschwörungstheorien zu unbekannten Flugobjekten und angeblichen Ausserirdischen in der Area 51.

Wer versuche, den Stützpunkt Nellis zu betreten, werde festgenommen, hatte die Luftwaffe gewarnt. Die Wüstengegend sei sehr abgelegen. Dort gebe es nur wenig Wasser, Lebensmittel, Benzin oder Spitäler. Vor einer Woche waren zwei Niederländer in dem Gebiet festgenommen worden, die eine Drohne und Kamera-Ausrüstung dabei hatten.

Umliegende Wüstenorte haben aus den Gerüchten rund um den geplanten Sturm auf die Militärbasis ein Geschäft gemacht. Im A'Le'Inn in der 50-Seelen-Gemeinde Rachel sollte es von Freitag bis Sonntag ein Musikfestival namens Alienstock geben. Dort waren schon am Donnerstag Techno-Klänge zu vernehmen. Ein zweites Event ist eine Ausstellung im Souvenirladen "The Alien Research Center" in Hiko, rund 45 Minuten Autofahrt entfernt von Rachel. Beide Veranstaltungen haben nach Behördenangaben etwa 1500 Menschen in das Gebiet gelockt.

Quelle: sda

Immerhin