Kambundji verpasst 100m-WM-Final hauchdünn

Der Bernerin fehlten nur 5 Tausendstel für den Einzug in den Final

Die Schweizer Sprinterin Mujinga Kambundji scheitert an der WM in Doha im Halbfinal über 100 m extrem knapp. Der Titel geht an Shelly-Ann Fraser-Pryce. Bessere Nachrichten gab es am Sonntag für Alex Wilson.

Kambundji belegte ihn ihrem Halbfinal über 100 m in 11,10 Sekunden den 3. Platz, nachdem sie auf den letzten Metern von der Jamaikanerin Jonielle Smith (11,06) abgefangen worden war. Danach begann für die 27-jährige Bernerin das grosse Zittern, bestand doch noch die Möglichkeit, sich über die Zeit für die Top 8 zu qualifizieren. Am Ende entschieden fünf Tausendstel gegen Kambundji, löste doch Teahna Daniels mit der gleichen Zeit das letzte Ticket für den Final. Das war umso bitterer, als die Amerikanerin von besseren Bedingungen profitierte - der Rückenwind betrug bei ihr 0,8 m/s, bei der Schweizerin waren es 0,5 m/s.

Kambundji wieder einmal im Pech

Kambundji wird das Pech nicht los. An den letztjährigen Europameisterschaften in Berlin belegte sie dreimal den 4. Platz. "Ich hatte eine etwas bessere Zeit erwartet", erklärte sie gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Über 200 m besitzt Kambundji eine weitere Gelegenheit, sich zum ersten Mal für einen WM-Final zu qualifizieren. Sie hätte es verdient. Im Final setzte sich schliesslich die Jamaikerin Shelly-Ann Fraser-Pryce in 10,71 s überlegen durch. Dahinter klassierte sich die Britin Dina Asher-Smith vor der Ivorerin Marie-Josée Ta Lou. Kurz vor dem Finallauf hatte sich Schippers aufgrund einer Leistenverletzung aus der Entscheidung zurückgezogen. Für die ehemalige Weltmeisterin wurde keine Athletin nachnominiert.

Zu grosse Schritte für Stabhochspringerin Angelica Moser 

Angelica Moser, die junge Stabhochspringerin, musste die Segel in ihrem Final früh streichen. Ihr wurde zum Verhängnis, dass die Latte nach der Anfangshöhe von 4,50 m auf 4,70 m gelegt wurde - ihre Bestleistung im Freien liegt bei 4,61 m und in der Halle bei 4,65 m. Schon die 4,50 m zu Beginn waren für die 22-jährige Zürcherin eine grosse Herausforderung, hatte sie doch zuvor zum Einstieg nie mehr als 4,35 m erfolgreich überquert. "Es war hart für mich", sagte die U23-Europameisterin. "Ich bin mir eine solche Steigerung gar nicht gewöhnt. Es war aber eine gute Erfahrung." Weltmeisterin wurde schliesslich die für die neutrale Flagge startende Russin Anschelika Sidorowa.

Alex Wilson über 200m im Halbfinal

Wilson belegte in seiner Serie mit 20,40 Sekunden hinter dem Ecuadorianer Alex Quiñónez (20,08) und dem Jamaikaner Yohan Blake (20,23) den 3. Platz, der gerade noch zum direkten Weiterkommen reichte. Den Brasilianer Aldemir Junior (20,45) fing der 29-jährige Basler erst auf den letzten Metern ab. Im Ziel war der gebürtige Jamaikaner völlig ausgepumpt, was Zweifel hinterlässt, ob er in der aktuellen Verfassung den Final der besten acht erreichen kann. "Ich war so nervös wie noch nie in meinem Leben", so Wilson. Er wisse jedoch, woran er für den Halbfinal arbeiten müsse. Dieser findet am Montagabend statt.

Quelle: sda