Einsprüche gegen Tunnelprojekt am Axen bleiben

Widerstand gegen das Umfahrungsprojekt ungebrochen

Wie weiter am Axen? Weil jetzt eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Schweiz wieder wegen Steinschlag gesperrt ist, steigt der Druck für eine Umfahrungslösung.

Seit über 20 Jahren ist die Verkehrssituation am Axen ein Thema und eigentlich liegt mit einem Tunnel-Projekt eine Lösung auf dem Tisch. Diese Lösung ist aber immer noch durch Einsprachen blockiert - und die Gegner des Projekts bleiben hart.

Gegen das geplante 1.2 Milliarden-Projekt hagelte es Einsprachen: 57 an der Zahl. Vier davon sind immer noch hängig - schon seit fünf Jahren. Eine der Einsprachen wurde von  Umweltverbänden gemacht, unter anderem vom Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). "Auch wenn gar niemand Einsprache gemacht hätte, wäre die Strasse heute noch nicht fertig gebaut", sagt Alf Arnold, Vorstandsmitglied vom VCS Uri. Vom erhöhten Druck lassen sich die Einspruchsführer nicht beeindrucken - sie halten an den Einsprachen fest.

Es braucht eine Lösung

Dass es eine Lösung für die Sicherheit auf der Strasss unter dem Rophaien und dem Fronalpstock braucht ist auch bei den Umwelverbänden unbestritten. Das vorliegende Projekt mit zwei Tunnels und einer Spurwerwiterung ist ihnen aber zu gross. Ein Kapazitätsausbau würde dem Gedanken des Alpenschutzes widersprechen. Ausserdem sei im Projekt eine Umklassierung der Axenstrasse vorgesehen, worüber eigentlich das Parlament hätte abstimmen müssen - das sei nicht passiert.

Über den aktuellen Stand der Einsprachen gibt das zuständige Bundesamt UVEK keine Auskunft, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

Die Axenstrasse bleibt erneut während mehreren Wochen gesperrt.