«Die Braut fiel mir aber ins Wasser»

75 Jahre nach dem Schiffsunglück auf dem Vierwaldstättersee

Vor 75 Jahren ereignete sich das bisher grösste Schiffsunglück auf dem Vierwaldstättersee. 20 Menschen verloren ihr Leben. Sämi Studer - ein Nachfahre eines Opfers - hat ein Buch über das Unglück geschrieben.

Es hätte der schönste Tag ihres Leben sein sollen. Pia Portmann und Gottfried Studer aus Escholzmatt wollten am 12. Oktober 1944 ihre Hochzeit feiern. Die Braut wünschte sich dazu eine Fahrt auf dem Vierwaltstättersee. 

Motorboot stösst mit Nauen zusammen

So stieg die Hochzeitsgesellschaft nach der Feier im Hotel St. Niklausen in ein Motorboot, um pünktlich für den letzten Zug ins Entlebuch wieder in Luzern zu sein. Dort kamen sie aber nie an. Auf Höhe des Haslihorns bei St. Niklausen stiess das Motorboot mit einem Nauen zusammen und sank. Innerhalb von rund 30 Sekunden verlieren 20 Menschen ihr Leben. 13 Mitglieder der Hochzeitsgesellschaft können sich retten.

Darunter auch der Bräutigam, Gottfried Studer. Sein Neffe, der Journalist Sämi Studer, hat sich zum 75. Gedenken an das Unglück auf Spurensuche gemacht und ein Buch darüber geschrieben.  

 

Buchautor Sämi Studer auf dem Vierwaldstättersee