Schurtenberger: Urteil "unverhältnismässig"

Wegen Werbung auf Schienbeinschoner droht ihm eine happige Strafe

Weil auf seinen Schienbeinschonern unerlaubterweise Werbung zu sehen war, soll der Luzerner Schwinger Sven Schurtenberger vom Eidgenössischen Schwingerverband hart bestraft werden. Der Buttisholzer findet das Urteil «unverhältnismässig».

"An Schwingfesten muss während der gesamten Gangdauer die komplette Bekleidung (ausgenommen handelsübliche Schuhe) vollständig werbefrei sein. Auch Hersteller-Logos sind verboten"

Werbung auf Kleidungsstücken hat in Sägemehlringen nichts verloren. So steht es im Reglement Werbung des Eidgenössischen Schwingerverbandes unter Punkt 3.2. Dies wird dem Luzerner Schwinger Sven Schurtenberger aus Buttisholz nun zum Verhängnis. Weil auf Bildmaterial vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest ESAF 2019 in Zug auf Schurtenbergers Knöchel nämlich ein weisser Haken zu sehen ist. Konkret das Markenzeichen des Sportartikelherstellers «Nike».

Der Grosskonzern ist zwar nicht unter den Sponsoren Schurtenbergers aufgelistet, der bald 28-Jährige kassiert also keine Werbeeinnahmen von «Nike». Aber wegen eben diesem Verbot im Reglement wird der Schwinger nun bestraft. Schurtenberger wird im nächsten Jahr für die auswärtigen Gauverbands- und Kantonalkranzfeste, Bergkranzfeste sowie Teilverbandsfeste gesperrt. Heisst: Der Luzerner darf in der nächsten Saison nur noch an den regionalen Innerschweizer Festen mitschwingen.

Sven Schurtenberger hat gegen den Entscheid des Verbandes bereits Rekurs eingereicht. Auf Anfrage von Radio Pilatus und Tele1 bezeichnet er das Urteil als «unverhältnismässig». Wie lange dass es geht, bis Schurtenberger eine Antwort auf seinen Rekurs erhält, weiss man noch nicht.