Reha-Boom in der Schweiz

Innerhalb von fünf Jahren gab es einen Drittel mehr Reha-Aufenthalte

Insbesondere Personen im höheren Alter benötigen häufiger Reha-Aufenthalte.

Personen in der Schweiz suchen immer häufiger eine Reha auf. Im Jahr 2017 gab es fast 90'000 stationäre Reha-Aufenthalte. Das ist fast ein Drittel mehr, als noch fünf Jahre zuvor. Dies zeigen Zahlen des Bundesamts für Statistik, über die der Sonntagsblick berichtet.

Grund für die zahlreichen Reha-Aufenthalte ist unter anderem die Generation der Babyboomer. Diese geht nun langsam in den Ruhestand. Die Lebenserwartung ist gestiegen und im hohen Alter nehmen Krankheiten zu. Für viele ebendieser Krankheiten braucht es eine intensive Behandlung. Kommt hinzu, dass die Patienten häufiger mehrere Krankheiten haben und deshalb auch mehr Eingriffe benötigen. Folglich gibt es auch mehr Reha-Aufenthalte.

Mit dem Reha-Boom sind auch die Kosten gestiegen, sie liegen jährlich bei rund 1.8 Milliarden Franken. Innerhalb von 5 Jahren sind sie um 15 Prozent gestiegen. Experten zufolge kann die Reha aber auch ein Kostensenker sein. Ein Reha-Aufenthalt rechnet sich insbesondere dann, wenn eine Person erfolgreich in die Arbeit wiedereingegliedert werden kann. Aber auch ältere Menschen, die dank Reha länger selbständig leben können, weniger Arztbesuche und Medikamente benötigen, beeinflussen die Rechnung insgesamt positiv.