Hausärzte verschreiben lieber Antidepressiva

Die Anordnung einer Psychotherapie dauert häufig zu lange

Stress am Arbeitsplatz (Symbolbild)

Schweizer Hausärzte verschreiben zu häufig Antidepressiva. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Zürich. Laut dem Tagesanzeiger dauert die Anordnung und Wartezeit für eine Psychotherapie häufig zu lange.

Wie der Tagesanzeiger berichtet, nimmt jeder achte Erwachsene zwischen 45 und 75 Jahren Antidepressiva. Ab 80 Jahren sind es sogar doppelt so viele. Dies obwohl Senioren die Medikamente schlechter vertragen würden. Das Hauptproblem sei, dass das Verschreiben der Antidepressiva schneller und einfacher ist, als eine Psychotherapie. Häufig würden die Patienten umgehend Hilfe benötigen. Die Hausärzte entscheiden sich daher in den meisten Fällen das Medikament zu verschreiben anstatt eine Therapie abzuwarten. 

Frauen häufiger betroffen

Insgesamt nehmen in der Schweiz doppelt so viele Frauen Antidepressiva wie Männer. Dies wiederspiegelt jedoch auch das Verhältnis der Diagnosen.