Neues Nest für Fink, Spatz und Adler

Die Zentralbahn hat eine weitere Werkstatthalle in Stansstad gebaut

Ihre Zugkompositionen haben so klingende Namen wie Fink, Spatz oder Adler. Die Zentralbahn hat ihren geflügelten Fortbewegungsmitteln nun für rund 20 Milionen Franken in Stansstad ein neues Nest gebaut. Mit der neuen Halle können jetzt auch diesseits des Brünnigs Instandhaltungsarbeiten ausgeführt werden. Bisher war das nur in Meiringen möglich.

Das neue Rollmaterial der Zentralbahn ist tiefer gelegt, damit es auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zugänglich ist. Dies bedingt jedoch, dass Anlagen wie die Druckluftbehälter des Bremssystems oder die Klimaanlage statt unter dem Wagen aufgehängt oben auf dem Dach gebaut wird. Das vereinfacht auf der einen Seite die Wartung, da jetzt mit Hebekranen gearbeitet werden kann. Auf der anderen Seite musste dafür extra eine Hochplattform her, von der aus die Mechaniker Zugang zu den Aufbauten haben. In der alten Werkstatthalle war jedoch kein Platz mehr für solch eine Arbeitsplattform. 

Modular - ein geflügeltes Wort

In der neuen Werkstatthalle ist "modular" ein geflügeltes Wort. Modular sind hier nämlich die Züge sowie das Revisionssystem. Damit ein Triebwagen nicht zu lange für Reparaturen oder planmässigen Unterhalt in der Werkstatt steht, hat die Zentralbahn auf die sogenannte "modulare Revision" umgestellt. Das bedeutet: kaputtes Modul - die Klimaanlage etwa - ausbauen und ein neues Modul wieder einbauen. Fertig. Der Zug kann nach ein paar Stunden wieder weiterfahren und die Mechaniker haben nun genug Zeit, das kaputte Modul zu revidieren.

Mehr zu den milionenschweren Investitionen der Zentralbahn erfahren Sie im Video.

 

Neue Werkstatthalle der Zentralbahn in Stansstad