Luzerner Kantonsspital wird Aktiengesellschaft

Kantonsparlament stimmte Änderung der Rechtsform zu

Das Luzerner Kantonsspital LUKS wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Kantonsparlament hat der Änderung der Rechtsform grundsätzlich zugestimmt. Die Anpassung sei nötig, damit das LUKS für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet ist, befand die Parlamentsmehrheit und sprach sich für das geänderte Spitalgesetz aus.

Das LUKS plant, die Mehrheit am Kantonsspital Nidwalden zu übernehmen. Solche Veränderungen im Gesundheitswesen seien heute immer wieder zu erwarten. Nur als Aktiengesellschaft könne man entsprechend handeln, so die Mehrheit. Der Kanton bleibt zu 100 Prozent Besitzer des Luzerner Kantonsspitals und auch der Luzerner Psychiatrie, welche ebenfalls eine AG wird.

SP und Grüne befürchten schlechtere Arbeitsbedingungen für das Personal, weil in der Aktiengesellschaft die heutigen Gesamtarbeitsverträge nicht mehr gelten. Gesundheitsdirektor Guido Graf wies darauf hin, dass er vom LUKS auch in der Form einer Aktiengesellschaft verlange, dass die Arbeitsbedingungen jenen des Kantons entsprechen müssen.

Die Grünliberalen hatten verlangt, dass im neuen Gesetz die Standorte der Kantonsspitäler nicht mehr festgeschrieben sind. Mit diesem Antrag war die GLP aber chancenlos.

Einige Details im angepassten Spitalgesetz sind noch nicht entschieden. Die zuständige Parlamentskommission wird diese nochmals diskutieren. Darüber soll dann in der 2. Lesung des Gesetzes entschieden werden.

 

Audiofiles

  1. Das LUKS wird eine Aktiengesellschaft.. Audio: Urs Schlatter / Maik Wisler
Das Kantonsspital Luzern