«Ausgedünnter» FCL beim Auswärtsspiel gegen YB

Mit Idriz Voca und Silvan Sidler fehlen nun auch noch zwei weitere Spieler gesperrt

Christian Schwegler (li.) ist einer auf der langen FCL-Verletztenliste.

Ein Unglück kommt selten allein könnte man sagen. Einerseits ist die Verletztenliste beim FCL ziemlich lang und nun fehlen im Spiel gegen YB mit Idriz Voca und Silvan Sidler auch noch zwei weitere Stammspieler gesperrt. Und mit dieser Konstellation soll der FCL gegen YB punkten?

Es spricht so ziemlich alles gegen die Luzerner. Zuletzt 5 Spiele hintereinander in der Super League verloren, nur gerade 15 Pünktchen geholt aus 16 Spielen. Dazu mickrige 15 Tore geschossen, 25 hingegen erhalten. Zusätzlich sind mit Schwegler, Schulz, Ndenge und Kakabadze potenzielle Stammspieler verletzt und nun auch noch Voca und Sidler gesperrt (auch Eleke fehlt nach seiner roten Karte gegen Zürich). Wie bloss soll der FCL am Samstag beim Auswärtsspiel beim Meister YB bestehen können?

«Jedes Spiel beginnt mit 0:0 und wir haben nichts zu verlieren. »

sagt FCL-Spieler Simon Grether. «Wir wissen, dass die Situation nicht optimal aussieht, aber aufgeben kommt nicht in Frage, wir kämpfen immer weiter». Es mag nach einer Floskel klingen, was Grether sagt. Doch an der obligaten Medienkonferenz vor dem Spiel gegen YB spürte man bei ihm auch, Grether will nichts beschönigen. Er spricht offen und ehrlich. Auch über die Situation, dass der FCL quasi mit einer «U21» am Samstag auf den Platz muss. Man habe die jungen Spieler ja bereits seit längerem im Training mit dabei. «Nun liegt es an ihnen zu zeigen, was sie können und dass sie bereit sind», legt Grether die Erwartungen an die jungen Spieler fest. Auch bei Thomas Häberli tönt es gleich, auch wenn er relativiert:

«Sie freuen sich, aber es ist schon die Frage, ob sie schon bereit sind auf diesem Niveau».

Aber wichtig sei, dass sie sich freuen, gut vorbereiten und am Samstag alles geben. Nebst der sportlichen Unruhesituation gibt auch die Position des Trainers immer wieder zu diskutieren. Zwar nicht offiziell beim FC Luzern, aber gewisse Medien berichten beinahe täglich, dass Häberlis Zeit abgelaufen ist. Die Frage sei nicht mehr ob, sondern wann er seinen Posten räumen müsse. Nun denn, aktuell ist und bleibt Thomas Häberli Cheftrainer beim FC Luzern.  So lange zumindest, bis die FCL-Bosse die Reissleine ziehen oder aber Häberli den Bettel hinschmeisst. Wann dies der Fall sein soll, ist unklar. Und dennoch verdichten sich die Vorzeichen, dass Thomas Häberli nicht mehr als FCL-Cheftrainer in die Rückrunde starten wird.

Nur darf dies im Moment und aufgrund der aktuellen Lage niemanden interessieren. Es gilt einzig und alleine nun gegen YB und dann eine Woche später gegen Basel irgendwie das Bestmögliche aus diesen beiden Spielen rauszuholen. Auch nur ein Punkt wäre quasi wie ein Gewinn. Punkte, welcher der FCL im Kampf um den Abstieg und Barrageplatz so dringend gebrauchen könnte.

YB gegen Luzern, Anpfiff ist am Samstag um 19.00 Uhr. Radio Pilatus berichtet live.

Audiofiles

  1. «Ausgedünnter» FCL beim Auswärtsspiel gegen YB.. Audio: Philipp Breit / Marco Zibung