Tropenhaus Wolhusen öffnet wieder

Mit neuem Konzept soll das Tropenhaus ab dem 29. Februar wieder öffentlich zugänglich sein

Das Tropenhaus in Wolhusen öffnet nach der Schliessung im vergangenen Sommer am 29. Februar unter neuer Führung. Die Betreiber setzen künftig auf Permakultur, sie wollen Kultur- und Wildpflanzen anbauen und erforschen.

Das Konzept der Permakultur sieht eine nachhaltige Landnutzung vor. Man werde auf mehreren Etagen Kultur- und Wildpflanzen produzieren, teilten die neuen Betreiber des Tropenhauses am Dienstag mit. Geplant sei, eine breite Palette von Produkten und Pflanzen zu erzeugen, zu verarbeiten und zu verkaufen. Man glaube an das Potenzial eines einmaligen Nutzpflanzengartens, der ein regionales Erlebnis rund um das Thema Tropen und um weitere Klimazonen ermögliche. Für den Bereich Anbau und Produktion sind Landschaftsarchitektin Sabine Sonntag und Hansruedi Ackle, Vorstandsmitglied des Vereins Permakultur Schweiz, verantwortlich. Sie wollen das Tropenhaus auch zur Plattform für Praktiker und Forschende machen. Coop hatte das Haus Ende Jahr für einen symbolischen Franken an die neuen Betreiber verkauft. Weitergeführt wird der Bereich Genuss und Kultur. Im Restaurant gibt es tropische Spezialitäten zu kosten. Mittags stehen einfache Gerichte auf dem Menüplan, am Abend ein Degustations-Menü für Gourmets. 

«Kulinarischer Leuchtturm»

Das Restaurant-Team leitet Gregor Vörös. Der Gastronom setzt bereits auf dem Kräuterhotel Edelweiss Rigi auf Naturküche. Küchenchef wird der 25-jährige deutsche Sterne-Koch Daniele Tortomasi. Das Tropenhaus soll zu einem «kulinarischen Leuchtturm der Schweiz» werden. Ebenfalls Teilhaberin am Tropenhaus und Partnerin im Bereich Energie ist die Familie Reichmuth aus dem Kanton Schwyz. Sie ist mit ihrer Firma Ecocoach im Bereich Energie- und Gebäudetechnik tätig und will dafür sorgen, dass das Tropenhaus künftig CO2-neutral mit Energie versorgt wird. Zudem nutzt sie das Haus als Plattform, um Besucherinnen und Besucher über das Thema Energie zu informieren.

Das Tropenhaus in Wolhusen war 2010 eröffnet worden. Der 16 Millionen Franken teure Bau sollte vor allem mit Abwärme geheizt werden. Diese stammt von der Transitgas AG, die Erdgas von der Nordsee nach Italien transportiert und dieses in Ruswil verdichtet. Weil der Anteil der Wärme, der von der Gasverdichtungsstation stammte, unter 50 Prozent sank, war eine nachhaltige Wärmeversorgung nicht mehr gegeben und Coop entschied sich für die Schliessung. Ab März ist das Haus jeweils von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.

Quelle SDA

Exotische Früchte im Tropenhaus Wolhusen.

Audiofiles

  1. Tropenhaus Wolhusen. Audio: Tise Oetterli