Firma kauft Klöster in Wikon und Melchtal

Rund 20 Kloster wurden in den letzten 25 Jahren umgenutzt

Die Liegenschaften der Frauenklöster Marienburg in Wikon LU und St. Niklaus von Flüe in Melchtal OW wurden an eine Immobilienfirma verkauft. Inzwischen leben die Benediktinerinnen in Sarnen. Der Verkaufspreis wurde im Geheimen vereinbart. Was aus den Klöstern wird, ist noch unklar.

Die Transterra Immobilien AG Luzern hat die beiden Liegenschaften der Frauenklöster gekauft, wie es die Stiftung «Ora et Labora» mitteilt. Dass die beiden Liegenschaften an den gleichen Käufer gehen, habe man nicht abgesehen, wie es Stiftungsrat Hanspeter Kiser mitteilt. Der Verkaufspreis wurde stillschweigend vereinbart. In den letzten 25 Jahren ist das schon rund 20 Kloster so ergangen.

Das Marienburg-Kloster in Wikon war vor der Stilllegung schon eine Schule oder auch ein Alters-und Pflegezentrum. In Zukunft könnte laut dem Gebietsdenkmalschützer Hans-Christian Steiner alles Mögliche kommen: «Das Kloster ist nicht komplett denkmalgeschützt, was bedeutet, dass die Investoren ziemlich freie Hand haben. Nur der grosse Turm darf nicht berührt werden.» Anders sieht es beim St.Niklaus von Flüe-Kloster aus. Das ist denkmalgeschützt und muss somit mit Sorgfalt bearbeitet werden.

Unterhaltskosten

Die Transterra Immobilien AG habe Erfahrung mit alten Liegenschaften, so Kiser. Ein Grund war auch, dass man es für landwirtschaftliche Grundstücke und Gebäude veräussern will. Die Transterra Immobilien AG ist sich sicher, dass sie eine gute Lösung für die Klöster finden werden, sagt der Mediensprecher Ronald Joho. «Wir wollen nur das Beste aus den Klöstern herausholen.»

Was genau aus den Klöstern wird, ist noch nicht klar. Auch eine Zwischennutzung ist möglich. Die Transterra Inmobilien AG rechnet vorerst mit zwei bis vier Jahren Planung.