Buchrain fordert bessere Verbindungen nach Luzern

Fahrplanwechsel nicht attraktiv genug für Gemeinde

Die Gemeinde Buchrain fühlt sich mit ihren Interessen vom Verkehrsverbund Luzern weiterhin im Stich gelassen. Die angekündigten Massnahmen lösten die Buchrainer Probleme nicht, teilte der Gemeinderat mit, und forderte einen runden Tisch.

Der Fahrplanwechsel vom Dezember 2019 hat in der Agglomeration östlich Luzerns markante Änderungen gebracht. Die Trolleybuslinie 1 Kriens-Luzern-Maihof wurde bis zum Einkaufszentrum Mall of Switzerland in Ebikon verlängert. Im Gegenzug fahren die Buslinien 22 und 23 nicht mehr bis Luzern, sondern nur noch bis Ebikon. Dort muss auf die S-Bahn oder den Bus umgestiegen werden.

Seither hagelt es Kritik am neuen Buskonzept im Osten Luzerns. Probleme bereiten etwa die Pünktlichkeit und die langen Wege beim Umsteigen in Ebikon. Am Dienstag gab der Verkehrsverbund bekannt, mit ersten Sofortmassnahmen die Situation verbessern zu wollen.

Unattraktive Verhältnisse bleiben

Diese Massnahmen seien nur ein Tropfen auf den heissen Stein, teilte der Gemeinderat von Buchrain am Mittwoch mit. Sie brächten keine Verbesserungen der ÖV-Qualität für Buchrain und der für die Gemeinde wichtigen Linie 22. Die unattraktiven Verhältnisse blieben bestehen.

Der Gemeinderat von Buchrain wirft dem Verkehrsverbund vor, auf die unzähligen Kundenreklamationen nicht eingegangen zu sein. Diese seien ernst zu nehmen. Er fordert einen runden Tisch, damit der öffentliche Verkehr im Rontal vertieft bearbeitet werden könne.

Um den Anliegen Buchrains entgegen zu kommen, fordert der Gemeinderat die Einführung von Direktkursen oder Direktanbindungen. Der Fahrplan und die Linienführung seien anzupassen. Neben solchen kurzfristig realisierbaren Anpassungen brauche es auch Weichenstellungen für den kommenden Fahrplanwechsel.

Die RBus-Linie 1 fährt von Kriens-Obernau bis Ebikon Fildern.