Jugendliche mobben sich im Internet selbst

Neben Cybermobbing gibt es ein neues digitales Phänomen

Wenn sich Jugendliche im Internet selber mobben. (Symbolbild)

Eine amerikanische Studie hat bewiesen, dass sich Jugendliche im Netz selber mobben. Diese digitale Selbstverletzung endet manchmal im Suizid.

Im Zeitalter des Smartphones ist Cybermobbing ein grosses Problem. Doch amerikanische Kinder- und Jugendärzte haben einen neuen, besorgniserregenden Trend bei Jugendlichen festgestellt. Dabei sollen Jugendliche Täter und Opfer gleichzeitig sein, wie es die NZZ in einem Artikel schreibt.

Viele Jugendliche schreiben sich selbst böse Nachrichten und mobben sich selbst im Netz. Laut einer amerikanischer Studie aus dem Jahr 2017 sollen sechs Prozent der befragten 12-17-jährigen Jugendlichen, sich schon im Internet selbst blossgestellt haben. Dieses digitale Phänomen wird als «digitale Selbstverletzung» bezeichnet.

Die Gefahr bei sozialen Medien

Die Sozialen Netzwerke haben nicht nur eine Sonnen-, sondern auch eine Schattenseite. Vor kurzer Zeit kursierten auf Instagram für eine lange Zeit Fotos und Posts von Selbstverletzungen und Suizidgedanken. Zudem gab es auch Posts von Magersüchtigen, die sich gegenseitig Hungern liessen. Wissenschaftler bestätigen, wer Fotos und Videos von Menschen beim Ritzen oder von Suizide sehe, kann mit der Zeit häufig stärkere Gefühle von Hoffnungslosigkeit und mehr selbstverletzendes Verhalten zeigen.

Zahl des selbstverletzenden Verhaltens ist gestiegen

Unter den Jugendlichen ist auch selbst verletzendes Verhalten ein altbekanntes Problem. Darunter sollen sich die Teenager selbst-schneiden («Ritzen»), selber Verbrennungen zuführen oder auch unter einer Essstörung leiden. Die Zahl der selbstverletzenden Jugendlichen hat sich in den vergangenen Jahren in den USA zugenommen. Vor allem bei Mädchen im Alter von 10 und 14 Jahren waren es bemerkenswerte 19 Prozent. Fast jeder fünfte Heranwachsende fügt sich im Laufe der Pubertät selbst Verletzungen zu.