Mehrere Zentralschweizer in häuslicher Quarantäne

Die Betroffenen befanden sich zu Hause in Quarantäne, bis die Testergebnisse vorliegen werden.

Coronavirus aus Wuhan in China

In der Zentralschweiz haben sich am Donnerstag in allen Kantonen über ein Dutzend Menschen wegen Verdachts auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in häuslicher Quarantäne befunden. Bestätige Fälle lagen den Gesundheitsbehörden nicht vor.

Vier noch offene Verdachtsfälle meldete der Kanton Schwyz, drei der Kanton Uri, und je zwei Fälle verzeichneten die Kantone Zug und Obwalden, wie die Gesundheitsämter auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilten.

Die Kantone Luzern und Nidwalden bestätigten ebenfalls Verdachtsfälle, kommunizierten aber keine Zahlen. Die betroffenen Menschen sowie teils Angehörige befanden sich den Angaben zufolge zu Hause in Quarantäne, bis die Testergebnisse vorliegen werden.

Publikumsveranstaltungen in der Zentralschweiz wurden bislang auf Anordnung der Behörden keine verboten oder abgesagt. Die Kantonsregierungen beobachten die Lageentwicklung laufenden, wie es hiess. Entscheidungen für Massnahmen würden die entsprechenden Regierungsräte treffen.

Einzelne Kantone trafen zur Vorbereitung verschiedene Massnahmen. In Luzern bereitete eine Task Force unter anderem ein Szenario für den Fall vor, sollte es im Kanton plötzlich zu zahlreichen Coronavirus-Verdachtsfällen oder Erkrankungen kommen. In Uri und Schwyz wurden Sonderstäbe mit Experten aus Gesundheit, Polizei, Militär und Bildung ins Leben gerufen.

Der Kanton Zug bezeichnete laut Mitteilung Räumlichkeiten für allfällige Quarantänestationen. Diese befinden sich in kantonseigenen Gebäuden in der Gemeinde Hünenberg. Sie werden in Betrieb genommen in jenen Fällen, in denen Infizierte nicht daheim sein können und keine Behandlung im Spital benötigen.

Die Luzerner Gesundheitsbehörden betonten, dass es gegenwärtig in der Schweiz keine Coronavirus-Epidemie gebe. Deshalb seien Panikreaktionen fehl am Platz.

(Quelle sda)