Luzern: Zweikampf ums Stadtpräsidium

Die FDP greift mit Sozialdirektor Martin Merki den Stapi Beat Züsli an

Kämpfen um das Amt des Luzerner Stadtpräsidenten: Der amtierende Stapi Beat Züsli (SP) und Sozialdirektor Martin Merki (FDP).

Wenn in der Stadt Luzern am 29. März die neue Regierung gewählt wird, dann geht es auch um die Frage, wer in den kommenden vier Jahren Stadtpräsident von Luzern sein wird. Die FDP lanciert nämlich mit Sozialdirektor Martin Merki einen Frontalangriff auf den bisherigen Stapi von der SP, Beat Züsli.

Es war die grosse Überraschung vor vier Jahren bei den Gesamterneuerungswahlen. Der bisherige Stadtpräsident Stefan Roth von der CVP wurde abgewählt. Beat Züsli von der SP übernahm das Amt. Nur vier Jahre später wird Züsli selber angegriffen, und zwar von der FDP mit Sozialdirektor Martin Merki.

Die FDP begründet die Kandidatur unter anderem damit, dass die SP für die Wahlen in die Stadtregierung mit zwei Kandidaten antritt und damit direkt ein amtierendes Mitglied angreift. Der amtierende Stapi Beat Züsli zeigt sich nicht überrascht: "Dass die Bürgerlichen den Linken das Amt des Stadtpräsidenten kampflos überlassen, war nicht anzunehmen."

Auch ein dritter Kandidat mischt im Rennen mit. Es ist dies der parteilose Rudolf Schweizer. Er wird allerdings von keiner Partei unterstützt.

Audiofiles

  1. Der Kampf um das Luzerner Stadtpräsidium. Audio: Urs Schlatter / Carla Keller