Bundesgericht pfeift Luzerner Kantonsgericht zurück

Das Kantonsgericht wollte eine Montenegrinerin ausweisen

Laut dem Bundesgericht soll die Montenegrinerin eine Aufenthaltsbewilligung erhalten.

Der Kanton Luzern hat einer Frau aus Montenegro zu Unrecht eine Aufenthaltsbewilligung verweigert. Zu diesem Schluss ist das Bundesgericht gekommen. Das Kantonsgericht habe in einem Fall zu häuslicher Gewalt falsch entschieden.

Die Montenegrinerin hatte vor rund vier Jahren einen Schweizer geheiratet. Zwei Jahre später ging sie ins Frauenhaus und erhob schwere Vorwürfe gegen ihren Schwiegervater. Dieser habe sie sexuell belästigt. Als sie ihrem Mann davon erzählte, habe das zwar aufgehört. Danach sei sie jedoch von der Familie beschimpft du gedemütigt worden. Das Luzerner Kantonsgericht hat jedoch entschieden, es sei kein Fall von häuslicher Gewalt. Der Frau wurde keine Aufenthaltsbewilligung erteilt.

Das Bundesgericht hat nun anders entschieden. Laut den obersten Richtern musste die Frau in einem repressiven Klima häuslicher Gewalt leben. Das Gericht heisst die Beschwerde der Frau gut und fordert das Luzerner Migrationsamt dazu auf, ihr eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.