CoronavirusWas beim Händewaschen falsch läuft
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Was beim Händewaschen falsch läuft

Über 90 Prozent der Leute waschen ihre Hände nicht gründlich genug
Publiziert am Mi 26. Feb 2020 19:49 Uhr

Das Coronavirus verbreitet sich. In der globalisierten Welt reisen die Menschen immer häufiger und damit auch die Viren, die sie möglicherweise in sich tragen. Eine der effizientesten Schutzmethoden scheint auf den ersten Blick sehr simpel: Händewaschen. Trotzdem waschen sich viele Menschen die Hände nicht richtig.

Nur die Handinnenflächen, ohne Seife, zu kurz und ohne Handtücher. Laut einer Studie der Hochschule Heidelberg waschen über 90 Prozent der Menschen ihre Hände nicht richtig. Und dies obwohl das Infektionsrisiko um bis zu 99,9 Prozent verringern liesse. In Zeiten des Coronavirus kann also eine simple Sache wie das Händewaschen essenziell sein.

«Die Handoberflächen gehen häufig vergessen, aber auch die Fingerspitzen», sagt Dr. med. Stefan Erb, Infektiologe der St.Anna Klinik. Weiter würden die Leute häufig zu wenig lange warten, sodass die Seife nicht richtig wirken könne. Rund eine Minute sollte man laut Erb die Seife auf den Händen haben. Weiter hilft es, die Hände mit Einwegtücher abzutrocknen, um sie ganz sauber zu halten.

Der Mythos Gesichtsmaske

Seit dem Ausbruch des Coronavirus boomt der Verkauf von Gesichtsmasken. Apotheken sind zum Teil ausgeschossen. Die Aktienkurse von Unternehmen, die diese Masken verkaufen, sind durch die Decke. Die Gesichtsmasken sind aber besonders dann hilfreich, wenn man selbst krank ist. Für den Eigenschutz taugen sie laut Stefan Erb wenig: «Die gängigen Gesichtsmasken sind für das Coronavirus von aussen her durchlässig und auch von der Seite können Bazillen ins Gesicht gelangen.» Hilfreich seien die Masken aber, weil sich die Menschen weniger mit den Händen ins Gesicht fassen. Aber am wirksamsten für die Prävention sei doch das Händewaschen.