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Kind fällt am Jochpass mehrere Meter vom Sessel

Der Bahnmitarbeiter holte für einen Gast gerade einen Schraubenzieher
Publiziert am So 16. Feb 2020 18:50 Uhr

Schreck-Moment am Samstag beim Jochpass-Sessellift im Skigebiet Titlis: Ein Kind ist beim Aufsteigen abgerutscht und die Mutter konnte es nur noch an den Händen festhalten. Nach rund 300 Metern liess die Mutter das Kind fallen. Laut Augenzeugen war kein Personal vor Ort, welches den Lift abstellen konnte. Wie kann so etwas passieren?

Die Beteiligten sind beim Vorfall am Samstag mit einem Schrecken davongekommen. Das Kind fiel rund drei bis vier Meter hinunter, landete aber unverletzt im Schnee. Beim Einstieg sei aber nicht niemand gewesen, so Roland Wehrli, Leiter Operation Berg TITLIS Bergbahnen gegenüber Radio Pilatus und Tele1:

«Unser Bahnmitarbeiter musste für einen anderen Gast einen Schraubenzieher holen.»

Er sei in diesem Moment nicht präsent gewesen. Zwar sei er in der Station gewesen, habe jedoch nicht gesehen, dass beim Einstieg etwas schiefgelaufen war.

Hat der Bahnmitarbeiter fahrlässig gehandelt?

Im Seilbahngesetz Art. 18 steht klar: «Der Inhaber oder die Inhaberin der Betriebsbewilligung ist für die Sicherheit des Betriebs verantwortlich. Namentlich muss er oder sie die Seilbahn [auch Skilifte] so in Stand halten, dass die Sicherheit jederzeit gewährleistet ist.»

Roland Wehrli glaubt aber nicht, dass der Mitarbeiter fahrlässig handelte, weil er stets in der Station war. Er habe einfach zu spät mitbekommen, was passiert war:

«Das tut uns wirklich leid.»

Die Mitarbeiter der TITLIS Bergbahnen würden nochmals sensibilisiert, damit sich eine solche Situation nicht wiederholt, so Wehrli weiter.