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Knieverletzung stoppt Nadal am US-Open

Im Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro musste Rafael Nadal aufgeben
Publiziert am Sa 8. Sep 2018 06:20 Uhr
© SRF
- Knieverletzung stoppt Nadal am US-Open

Für Rafael Nadal endete das US Open in New York bitter. Der Titelverteidiger gab im ersten Halbfinal gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro beim Stand von 6:7 (3:7), 2:6 wegen einer Knieverletzung auf. Ebenfalls im Final steht Novak Djokovic.

Wieder einmal machte Rafael Nadal die entzündete Patellasehne im rechten Knie einen Strich durch die Rechnung - wie so oft in seiner Karriere. «Es ist das Gleiche wie immer», sagte Nadal, der aus seiner Frustration keinen Hehl machte. «Es ist sehr hart, Goodbye zu sagen, bevor der Match zu Ende ist.» Laut dem Spanier traten die Schmerzen beim Stand von 2:2 im ersten Satz plötzlich auf, nachdem er am Vortag und auch vor der Partie keine Beschwerden verspürt hatte. Bereits in der 3. Runde gegen den Russen Karen Chatschanow hatte er leichte Probleme mit dem Knie bekundet, auf dem Weg in den Halbfinal stand er fast 16 Stunden auf dem Platz, allein der Fünfsatz-Krimi im Viertelfinal gegen Dominic Thiem dauerte knapp fünf Stunden.

Die Probleme waren zu gross

Gegen Del Potro liess sich Nadal beim Stand von 3:4 erstmals vom Physiotherapeuten behandeln und das Knie mit einem Tape einbinden, spätestens nach gut einer Stunde Spielzeit und dem verlorenen Tiebreak wurden die Probleme dann für jeden der gut 20'000 Zuschauer im Arthur-Ashe-Stadion offensichtlich. Zwar kämpfte er sich noch durch den
zweiten Durchgang, konnte sich aber je länger je weniger gut bewegen. «Am Ende war es kein Tennismatch mehr», sagte Nadal. «Ich hasse es aufzugeben, aber es ging nicht mehr.»

Del Potros zweiter, Djokovics achter Final

Im Rummel um Nadal ging die Leistung von Del Potro etwas unter. Für den Argentinier war es eine undankbare Aufgabe, die er aber souverän löste. Nachdem er im ersten Satz bei eigenem Aufschlag beim Stand von 5:4 die ersten zwei Satzbälle vergeben hatte, sicherte er sich die Satzführung dank eines starken Tiebreaks doch noch. «Die besten Erinnerungen in meiner Karriere habe ich an diesen Platz», sagte der 29-Jährige. In seinem zweiten Grand-Slam-Final, dem ersten seit seinem Sieg 2009 in Flushing Meadows gegen Roger Federer, trifft die Weltnummer 3 am Sonntag auf Novak Djokovic.

Souveräne Leistung von Djokovic

Der Serbe bot gegen Kei Nishikori (ATP 19) eine überzeugende Leistung und schlug den Japaner klar 6:3, 6:4, 6:2. «Es hat sich von Beginn an gut angefühlt», sagte Djokovic, der sich 17 Breakchancen erarbeitete. «Ich habe sehr, sehr gut gespielt.» Der Serbe bestreitet am Sonntag bereits seinen 23. Grand-Slam-Final, den achten in Flushing Meadows. 2011 und 2015 (im Final gegen Roger Federer) gewann der 13-fache Grand-Slam-Sieger das Turnier. Gegen Del Potro gewann Djokovic 14 von 18 Begegnungen.