Fasnacht«Intensive» Fasnacht für Luzerner Polizei

«Intensive» Fasnacht für Luzerner Polizei

Beinahe 500 Personen-Kontrollen und rund 40 Festnahmen
Publiziert am Mi 26. Feb 2020 12:52 Uhr
© Caroline Dettling
- «Intensive» Fasnacht für Luzerner Polizei

Die Luzerner Polizei ist von der Fasnacht 2020 nach eigenen Angaben stark gefordert worden. Sie kontrollierte beinahe 500 Personen und nahm rund 40 fest oder nahm sie in Gewahrsam.

Die Luzerner Polizei schätzt die Zahl der Fasnächtlerinnen und Fasnächtler im gesamten Kanton auf rund 443'000, 32'000 mehr als 2019. Etwa ein Drittel von ihnen hielt sich in der Stadt auf, die restlichen im übrigen Kantonsgebiet. Die Fasnachtsveranstaltungen seien grössten teils sehr friedlich, in guter Stimmung und ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Die Polizei war uniformiert und zivil an der Fasnacht präsent. Die Fasnachtszeit sei für sie «intensiv» gewesen, heisst es in der Mitteilung. Die Polizisten hätten viele aufflammende Konflikte im Keime erstickt oder sich um in der Menschenmenge verlorene Kinder gekümmert. Sie stellten ferner auch Schlagstöcke oder verbotene Waffen sicher. Insbesondere auch Jugendliche hätten vermehrt dem Alkohol zugesprochen.

Die Polizei schätzt, dass sich vom Schmutzigen Donnerstag bis am frühen Aschermittwoch rund 147'000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler in der Stadt Luzern aufgehalten haben. Das sind 6000 weniger als 2019.

Weniger Leute am Monstercorso

Während es an den Fasnachtsumzügen vom Donnerstag und Montag viele Leute hatte, kamen am Dienstagabend nur etwa 12'000 an den Monstercorso. Im Vorjahr waren es 30'000 gewesen. Die Polizei führt dies darauf zurück, dass es am Dienstagabend regnete. In der Nacht auf Aschermittwoch feierten rund 8000 (2019: 11'000) Personen den Abschluss der fünften Jahreszeit.

Im Kanton Uri verlief die Fasnacht «mehrheitlich gesittet und ohne grössere Zwischenfälle», wie die Kantonspolizei mitteilte. Auch dort kam es aber zu vereinzelten Auseinandersetzungen oder Einsätzen wegen alkoholisierten Personen.

Rettungsdienst zählt 59 Einsätze

Der Rettungsdienst des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) rückt im Einsatzgebiet Luzern 59-mal an der Fasnacht aus. Mehr als die Hälft der Einsätze erfolgten aufgrund von übermässigem Alkoholkonsum, heisst es in einer Medienmitteilung des Luzerner Kantonsspitals.

«Der ereignisreichste Tag war der Schmutzige Donnerstag mit knapp der Hälfte aller Einsätze, gefolgt vom Rüüdigen Samstag und dem Güdismontag», erklärt Manuel wanzenried, betrieblicher Leiter des Rettungsdienstes.

(Quelle: sda)