MorgenshowWeltstar im Ruhestand: Tina Turner wird 80

Weltstar im Ruhestand: Tina Turner wird 80

Die Rocklegende lebt «Fully retired» am Zürichsee
Publiziert am Di 26. Nov 2019 12:50 Uhr
© Von <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.flickr.com/people/38495915@N07">fattkatt</a> from england - <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.flickr.com/photos/38495915@N07/3934480736/">tina and eric wembly</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0" title="Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0">CC BY-SA 2.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8412017">Link</a>
- Weltstar im Ruhestand: Tina Turner wird 80

Mit ihren Songs hat uns die Queen of Rock, Tina Turner, vor allem in den 80ern mit einigen grossen Hits beschenkt. Inzwischen lebt der Weltstart im Ruhestand am Zürichsee und hat sich bereits vor zehn Jahren von der grossen Bühne verabschiedet. Heute feiert sie ihren 80. Geburtstag.

Ihren Ruhestand geniesst Tina Turner zusammen mit ihrem deutschen Mann Erwin Bach seit Mitte der 90er-Jahre in einer Villa am Zürichsee. Sie benannte das 5’000 Quadratmeter grosse Anwesen nach ihren indianischen Vorfahren «Algonquin». Es liegt hinter einem hohen schmiedeeisernen Tor. «Vor 12 Uhr nicht läuten», steht dort am Tor. «Ich singe nicht. Ich tanze nicht. Ich mache mich nicht zurecht», sagte sie der «New York Times». Im Mai 2009 im Alter von 69 Jahren hatte sie ihre Bühnenkarriere beendet.

Ihr Mann nennt sie «Schatzi» oder «Bärli»

Zehn Jahre nach ihrem Bühnenabschied sagt Tina Turner: «Ich hatte keinen Bock mehr darauf, zu singen.» Und von Seiten Tina Turners heisst es auf Anfrage eigentlich immer, Tina sei «Fully retired» - absolut im Ruhestand. Dies zusammen mit ihrem 16 Jahre jüngeren Mann. 2013 heirateten die beiden in Küsnacht. Bach nennt seine Frau «Schatzi», wie er der «New York Times» verriet, manchmal auch «Bärli». 2017 spendete Bach seiner Frau eine Niere. Tina Turner schrieb darüber 2018 in ihrer Autobiographie «My Love Story».

Schicksalsschläge in den 2010ern

Dort enthüllte sie auch, dass sie 2013 einen Schlaganfall erlitten hatte und 2016 an Darmkrebs erkrankt war. Ein Schicksalsschlag war darüber hinaus der Suizid ihres ältesten Sohnes Craig 2018. Tina Turner hat vier Söhne, neben Craig Sohn Ronnie von Ike Turner, sowie Jke Jr. und dessen Bruder Michael aus der ersten Ehe von Ike; Tina hatte die beiden adoptiert.

Weltkarriere mit über 40

Singen, das hat Turner Jahrzehnte lang getan. Erst im Kirchenchor, dann in Nachtclubs mit Ike Turner, schliesslich solo. Damit erreichte sie den Zenit ihrer Karriere. Wenn sie im sexy Outfit «The Best» oder «Private Dancer» anstimmte, lagen ihr die Fans zu Füssen. Die Männer wegen ihrer erotischen Ausstrahlung, die Frauen, weil Turner allen Widrigkeiten jenseits der 40 zum Trotz noch eine Weltkarriere hinlegte. Als sie sich 2009 von der Bühne verabschiedete, kamen zur Welttournee mehr als eine Million Besucher.

Aufgewachsen in einer Baumwollpflücker-Familie

Tina Turner, mit bürgerlichem Namen Anna Mae Bullock, wuchs im Südstaatennest Nutbush in Tennessee, in einer Baumwollpflücker-Familie noch unter der Rassentrennung, auf. Als Mädchen sang sie im Gospelchor, ehe der acht Jahre ältere Gitarrist Ike Turner sie entdeckte. Er formte die «Ike and Tina Turner Revue». Mit ihrer ersten Single «Fool in Love» stürmten sie 1960 die Hitparaden. Es folgten Hits wie «River Deep - Mountain High» und «Nutbush City Limits». 1969 schafften sie den Durchbruch mit ihrem Auftritt im Vorprogramm der Rolling Stones.

Ehe mit gewalttätigem Ike wurde zur Katastrophe

Die beiden hatten 1962 geheiratet. Die Ehe mit dem gewalttätigen Ike wurde für Tina zur Katastrophe. Sie schaffte es erst 1976, ihn zu verlassen. Um die Scheidung schnell hinter sich zu bringen, gab sie alle finanziellen Ansprüche auf. Sie habe Jahrzehnte gebraucht, um ihm zu vergeben, sagte sie viel später. Ike Turner starb 2007.

Swiss Award als Nichtschweizerin

Turner füllte Säle und Stadien auf der ganzen Welt. Als sie 1988 in Rio de Janeiro vor mehr als 180'000 Zuschauern sang, kam das Riesenpublikum ins Guinness-Buch der Rekorde. 2010 zeichnete das Schweizer Fernsehen Turner zudem mit dem Swiss Award aus, in der Kategorie Show. In einem Interview zeigte sie sich anschliessend stolz, den Preis als Nichtschweizerin erhalten zu haben. 2013 wurde sie Schweizer Bürgerin und gab im gleichen Jahr ihre amerikanische Staatsbürgerschaft auf.

sda/red