SchweizSchüler müssen in den Littering-Unterricht

Schüler müssen in den Littering-Unterricht

Ob ein solcher Littering-Unterricht etwas nützt, ist umstritten
Publiziert am Mi 3. Sep 2014 11:52 Uhr
© Tommy Durrer
- Schüler müssen in den Littering-Unterricht

Die Verpackung des Sandwich wirft man in den Abfalleimer und nicht auf den Boden. Diese einfache Regel lernen Jugendliche im Kanton Bern ab sofort in der Schule. Während drei Lektionen gehen die Berufsschülerinnen und Gymnasiasten auf die Strasse, beobachten, wo der Kehricht landet und sprechen Passanten an, welche sind nicht richtig verhalten.

Wie gross ist die Wirkung?

Ob ein solcher Unterricht Sinn macht, ist umstritten. Der Grüne Zürcher Nationalrat Bastien Girod sieht durchaus einen Nutzen: „Wichtig ist, das Problembewusstsein zu schärfen.“ Wie viel die Lektionen wirklich nützen, müsste man aber danach überprüfen.

Felix Müri fordert happige Bussen

Der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri ist bereits jetzt überzeugt, dieser Litterung-Unterricht nützt nichts: „Wer es bis jetzt nicht gelernt hat, wird es auch in diesen drei Lektionen nicht lernen“. Dass man den Kehricht nicht auf den Boden wirft, das sollen die Eltern den Kindern beibringen, so Müri. Er schlägt deshalb Bussen vor. Ein solches Bussenreglement ist im Moment in Arbeit.

Littering-Unterricht ist umstritten

Franziska Boser