ZentralschweizLuzernFünf Batteriebuslinien gehen 2021 in Betrieb

Fünf Batteriebuslinien gehen 2021 in Betrieb

Im Kanton Luzern will der VVL auf Batteriebusse umsteigen
Publiziert am Do 16. Jan 2020 16:00 Uhr
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- Fünf Batteriebuslinien gehen 2021 in Betrieb

Der Verkehrsverbund Luzern will die Dieselbusse wenn möglich durch Batteriebusse ersetzen. Fünf Buslinien in der Stadt Luzern und auf der Landschaft werden deswegen Ende 2021 mit Batteriebussen bestückt.

Bei den Pilotlinien handelt es sich um die Nummern 10 (Obergütsch-Luzern Bahnhof), 60 (Buttisholz-Rothenburg), 64 (Wolhusen Spital-Ruswil), 70 (Sempach Neuenkirch-Rothenburg) und 89 (Sempach Neuenkirch-Gunzwil), wie der Verkehrsverbund am Mittwoch mitteilte.

Betrieben werden diese Strecken von der städtischen VBL AG, von Postauto und von der Rottal Auto AG. Es seien Linien, die sich betrieblich und topografisch unterscheiden würden, teilte der Verkehrsverbund mit. Es gebe steile und flache, städtische und ländliche Linien.

Auf den fünf Linien würden total zehn Depotlader-Batteriebusse zum Einsatz kommen, schrieb der Verkehrsverbund. Die Busse kehrten nach einer definierten Laufleistung zurück in die Garage, wo die Batterien während den Standzeiten bis zum nächsten Einsatz teilweise sowie über die Nacht vollständig aufgeladen würden.

Depots mit Ladestationen ausrüsten

Weil die Batteriebusse eine kürzere Laufleistung haben als die heutigen Dieselbusse und das Laden länger dauert als das Betanken, ist es möglich, dass im Vergleich zum Dieselbetrieb zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt werden müssen. Fürs Nachladen müssen die Depots mit Ladestationen ausgerüstet werden.

Für den flächendeckenden Einsatz von Depotladern ist es noch zu früh. Für die meisten Einsätze seien die Reichweiten in den nächsten Jahren noch zu gering, heisst es in der Mitteilung des Verkehrsverbundes. Zudem bewegten sich die Kosten im Bereich des Doppelten der Kosten eines Dieselbusses.

Zu den Kosten des Pilotbetriebs konnte der Verkehrsverbund auf Anfrage keine Angaben machen, in der Mitteilung ist von «überschaubaren Kostenfolgen» die Rede. Die drei beteiligten Busunternehmen müssen die Fahrzeuge noch beschaffen. Batteriebusse sind in der Anschaffung teurer als Dieselbusse, weil es erst wenige Anbieter gibt und der Batteriebus noch kein Massenprodukt ist.

(Quelle: sda)