Zwei Unwetter-Tote in der Gemeinde Dierikon

Die Mutter und ihre Tochter ertranken in einer Tiefgarage

In diesem Haus kamen die 32-jährige Frau und Ihre 5-jährige Tochter ums Leben Schwere Schäden in Dierikon: Der Tag nach dem Unwetter. Nur noch Schlamm und Schutt: In Dierikon wartet viel Arbeit auf die Aufräum-Equipen. Kreuzbuchstrasse Luzern Kreuzbuchstrasse Luzern Kreuzbuchstrasse Luzern Eine überflutete Tiefgarage Würzenbach Auch in Dierikon hat das Gewitter Spuren hinterlassen. Hier ein Bild von der Zentralstrasse. Der Dorfplatz von Stans stand auch unter Wasser A2 Stans Richtung Luzern Die Post Würzenbach braucht allenfalls Boote, um die Post am Montag auszuschiffen Die Feuerwehr im Einsatz vor dem AHV Gebäude an der Würzenbachstrasse Die Feuerwehr am Auspumpen eines Kellers an der Würzenbachstrasse Noch Stunden nach dem Gewitter war der Würzenbach ein Fluss Diese Garage im Würzenbach hat es arg getroffen. Wer hier sein Auto nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat, wird wohl ein neues brauchen. Auch diese Garage im Würzenbach stand unter Wasser Das war wohl die letzte Fahrt dieses BMWs. Das Wasser beim Kreisel Brüel wurde ihm zum Verhängnis Beim Kreisel Brüel ging gar nichts mehr. Das Wasser stand an manchen Stellen fast hüfttief. Der Würzenbach trat an manchen Stellen auch Stunden nach dem Gewitter noch über die Ufer Tennisfreunde brauchten Gummistiefel am Sonntagabend. Der Eingang zum Sportzentrum Smash Auch beim Kreisel vor der Migros Würzenbach war am Sonntagabend kein Durchkommen mehr

Audiofiles

  1. Trauer in Dierikon nach dem tragischen Hochwasser-Unglück. Audio: Caspar van de Ven, Radio Pilatus AG
  2. Mutter und Tochter ertrinken in Dierikon in einer Tiefgarage.. Audio: Roman Gibel, Radio Pilatus AG
  3. Ein Überblick über das Unwetter in der Zentralschweiz. Audio: Yanik Probst

Beim heftigen Gewitter gestern Abend hat es in der Gemeinde Dierikon zwei Tote gegeben. Eine 32-jährige Mutter und ihre 5-jährige Tochter ertranken in einer Tiefgarage. Die beiden Opfer wurden von der Feuerwehr tot aufgefunden, als sie das Kellergeschoss auspumpte. Der Ehemann der Frau hatte, als sich das Unglück ereignete, das Auto und den Roller aus der Tiefgarage in Sicherheit gebracht, wie die Luzerner Polizei weiter mitteilte.

Das Gewitter führte in grossen Teilen der Zentralschweiz zu erheblichen Problemen. Bäche traten über die Ufer, Keller und Tiefgaragen standen unter Wasser. Polizei und Feuerwehr waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Auch heute stehen noch Aufräumarbeiten an.

Mehrere hundert Kleinschäden

Im Kanton Luzern waren ab 20.40 Uhr rund 20 Feuerwehren im Einsatz. Nachdem es innert relativ kurzer Zeit intensiv geregnet hatte, wurden mehrere hundert grösstenteils Kleinschäden gemeldet. Rund 160 Schadensmeldungen gingen bei der Polizei ein. Schwer betroffen waren das Gebiet Würzenbach in der Stadt Luzern sowie die Gemeinden Ebikon, Dierikon, Adligenswil und Udligenswil. In Dierikon seien zum Teil die Strassen aufgerissen, grosse Flächen überschwemmt, sagte George Dumont, Pikett-Offizier der Luzerner Polizei gegenüber Radio Pilatus. Die Kantonsstrasse zwischen Udligenswil und Küssnacht war wegen Sturmschäden in beiden Richtungen gesperrt.

Auch in der restlichen Zentralschweiz gab es Probleme durch das Unwetter. Im Kanton Nidwalden seien über 100 Meldungen bei der Polizei eingegangen. Im Kanton Obwalden gab es vor allem Probleme in den Gemeinden Giswil, Sachseln und Engelberg. Zwischenzeitlich sei auch die Hauptstrasse zwischen Stans und Kerns wegen eines Erdrutsches unterbrochen gewesen. Die Zugstrecke zwischen Giswil und Meiringen ist wegen eines Erdrutsches noch gesperrt. Es fahren Bahnersatzbusse.