Handy-Antennen-Initiative ist chancenlos

Luzerner Stadtparlament lehnt strengere Regeln ab

Handyantennen auf Hausdächern.

In der Stadt Luzern stehen rund 100 Mobilfunk-Antennen, und jeden Monat kommen neue Antennen hinzu. Deshalb sei es nötig, künftige Antennenstandorte im Zonenplan genau festzuschreiben, verlangt eine Volksinitiative. Das Luzerner Stadtparlament hat die Initiative jedoch deutlich bachab geschickt.

Vor allem sollen neue Mobilfunk-Antennen nach dem sogenannten Kaskadenmodell nur noch am Rand des Siedlungsgebietes gebaut werden dürfen, verlangt die Initiative.

So müssten dann die Antennen einfach nach aussen verschoben werden, und dort müssten die Antennen dann umso leistungsfähiger sein und stärker strahlen, kritisierte dagegen das Parlament. Mit 38 zu 2 Stimmen war die Initiative chancenlos, einzig zwei Mitglieder der CVP waren dafür.

"Keine weltfremden Weltverbesserer"

Die Initianten zeigten sich enttäuscht. Man sei keine weltfremden Weltverbesserer, sagte Markus Christen vom Initiativkomitee: "Es geht um die Optimierung einer Technik. Wir wollen nicht den Mobilfunk in der Stadt Luzern verbieten. Der positive Gedanke der Initiative ist im Parlament klar zu kurz gekommen."

Das letzte Wort zur Initiative hat das Stimmvolk der Stadt Luzern.

 

Audiofiles

  1. Luzerner Stadtparlament lehnt strengere Regeln für Mobilfunkantennen ab.. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG