Stadt Luzern hält Quote der Sozialhilfe stabil

Im nationalen Vergleich liegt Luzern mit 3.5 Prozent im Mittelfeld

3.5 Prozent der Bevölkerung der Stadt Luzern bezieht Sozialhilfe

In der Stadt Luzern beziehen 3,5 Prozent der Bevölkerung Sozialhilfe. Dies geht aus einem Bericht der Städteinitiative Sozialpolitik hervor. Damit ist die Quote in der Stadt Luzern stabil und liegt im nationalen Vergleich im Mittelfeld.

2015 erhielten in der Stadt Luzern 2859 Menschen Sozialhilfe. Dies waren 58 Personen mehr als 2014. Da die Wohnbevölkerung aber stärker stieg, erhöhte sich die Sozialhilfequote dadurch prozentual nicht. Luzern unterscheidet sich damit von anderen mittelgrossen Städten der Schweiz.

Unterstützungsdauer in Luzern gestiegen
Pro Fall liegt die Dauer der Unterstützungsleistungen in der Stadt Luzern bei 27 Monaten. 2010 waren es noch 20 Monate gewesen. Die Stadt führt dies darauf zurück, dass die Sozialhilfe immer mehr zum Auffangbecken für Langzeitarbeitslose werde.

Asyl- & Flüchtlingssituation wird die Sozialhilfe stärker belasten
Die Stadt Luzern rechnet damit, dass sie künftig mehr anerkannte Flüchtlinge und aufgenommene Personen mit der Sozialhilfe betreuen muss. Dies weil die Schutzquote zur Zeit hoch sei. In den ersten zehn Jahren ist der Kanton für die Flüchtlinge und Aufgenommenen zuständig, danach sind es die Gemeinden. Die Stadt hat dieses Jahr 16 neue Falldossiers von anerkannten Flüchtlingen und aufgenommenen Personen übernommen. 2017 werden es 21 neue Fälle sein. Da die Zahl der anerkannten Flüchtlinge aber laufend steigt, rechnet die Stadt Luzern auch in den kommenden Jahren mit mehr Fällen, welche vom Kanton an die Stadt übergeben werden.

Audiofiles

  1. Immer mehr Sozialhilfebezüger in mittelgrossen Schweizer Städten. Audio: Matthias Strasser