Luzern: Elektroheizungen werden definitiv verboten

Kantonsparlament winkt das Energiegesetz durch

Das Windkraftwerk im Entlebuch: Die CKW betreibt eines von drei Windrädern am Standort Lutersarni.

Das Luzerner Kantonsparlament hat das total revidierte Energie-Gesetz in zweiter Lesung bestätigt. Das Gesetz will den Energieverbrauch der Gebäude im Kanton Luzern senken und deren nachhaltige Energienutzung fördern. Unter anderem werden damit Elektroheizungen verboten. Die SVP hat das Referendum angekündigt.

Vor vier Jahren war ein neues Energiegesetz im Kanton Luzern im Parlament noch gescheitert. Nun stand eine Mehrheit der Parlamentarier hinter dem Vorschlag der Regierung. Auch in zweiter Lesung wurde das total revidierte Energie-Gesetz bestätigt. Damit soll der Energieverbrauch der Gebäude im Kanton Luzern gesenkt und deren nachhaltige Energienutzung gefördert werden.

Das neue Energiegesetz schreibt unter anderem vor, dass bei einem Ersatz von Wärmeerzeugungsanlagen für Wohnungen diese höchstens 90 Prozent nichterneuerbare Energie verbrauchen dürfen. Ein Verbot von neuen elektrischen Widerstandsheizungen, strengere Vorschriften für Elektroboiler oder ein Energieausweis für Neubauten sind einige weitere Punkte im neuen kantonalen Energiegesetz.

SVP will Referendum ergreifen

Einzig gegen das neue Energiegesetz war die SVP. Sie will das Referendum dagegen ergreifen, kündigte SVP-Parlamentarier Fredy Winiger an. Das Volk müsse darüber entscheiden können, da die Anpassungen das Bauen und Wohnen teurer machen.

Die anderen Parteien hatten für den Wiederstand der SVP nur Kopfschütteln übrig. Das Gesetz trage dazu bei, dass Luzern von ausländischer Energie unabhängiger werde, so der Tenor bei CVP, FDP, SP, Grünen und GLP. Es handle sich um einen guten Kompromiss und bilde ab, was politisch machbar sei.