Waschmittel auf Basis heimischer Pflanzenöle

Das Erste dieser Art auf dem Markt

Raps- und Sonnenblumen- statt Erd- und Palmöl: Ein Kleiderwaschmittel aus heimischen Pflanzenölen soll den CO2-Ausstoss in der Waschküche verringern. Es ist laut der Luzerner Herstellerfirma eine Neuheit auf dem europäischen Markt und hat den Segen der Klimastiftung.

Mit dem Vollwaschmittel, das am Dienstag, 19. Juni, in Luzern vorgestellt wurde und seither zu kaufen ist, wolle man "in der Branche etwas bewegen", sagte Remo Richli von der Firma Good Soaps. Denn: Bis heute stecke in fast allen Waschmitteln Erd- oder Palmöl. Ein Ersatz, so das Credo in der Branche, sei nicht möglich, wolle man die gleichen chemischen Eigenschaften erhalten.

Der Anteil an Kleiderwaschmittel ist in der Reinigungsindustrie der grösste, gefolgt von Geschirrspülmitteln. Öle machen 15 bis 40 Prozent eines Kleiderwaschmittels aus. Im Zentrum des Interesses der Entwickler standen die Tenside, die auf Ölbasis hergestellt werden. Dabei handelt es sich um die waschaktive Substanz, die den Schmutz nimmt und die Oberflächenspannung der Kleider herabsetzt, um die Benetzung zu gewährleisten.

Zusammensetzung ein Geheimnis

Die genaue Zusammensetzung des Mittels wurde nicht bekannt gegeben. Unter anderem wurde Raps- und Sonnenblumenöl aus der Schweiz, Österreich und Deutschland verwendet. Produziert wird bei einem Lohnunternehmen im Schwarzwald. Die erste Tonne ist bereits fertig und im Internet erhältlich. Zudem bestehe Kontakt zu Grosskunden als mögliche Abnehmer.

Weniger CO2

Durch den Einsatz von Rapsöl werde 50 Mal weniger CO2 verursacht als bei Palmöl, zudem blieben natürliche CO2-Speicher erhalten. Ein Gefahrensymbol, ein Hinweis auf eine Schädlichkeit für die Umwelt oder eine Warnung vor Augenreizungen sind auf der Verpackung des Mittels vergeblich zu suchen. Zudem sei die Dosierung geringer.

Zur Herstellung des Waschmittels wird unteranderem das Öl der Rapspflanze verwendet.