FDP Luzern nominiert Fabian Peter

Die Delegierten stimmten überraschend für ein Einerticket für die Regierungsratswahlen

Der Luzerner FDP-Regierungsratskandidat Fabian Peter

Die FDP des Kantons Luzern tritt überraschend nur mit einem Kandidaten zu den Regierungsrats-Wahlen im nächsten Jahr an. Der 41-jährige Fabian Peter aus Inwil soll dabei den Sitz des abtretenden FDP-Regierungsrat Robi Küng sichern.

Die Luzerner FDP tritt überraschend nur mit einem Kandidaten zu den Regierungsratswahlen 2019 an. Sie hat an ihrer Delegiertenversammlung vom Donnerstagabend in Sempach Fabian Peter nominiert. Der Antrag der Parteileitung auf ein Zweierticket wurde klar abgelehnt. Mit 234 zu 107 Stimmen entschieden die Delegierten, nur mit einem Kandidaten den Sitz des abtretenden Regierungsrats Robert Küng zu verteidigen, wie Parteipräsident Markus Zenklusen auf Anfrage sagte. Die Idee hinter einer Zweierkandidatur wäre es gewesen, die Ambition zu unterstreichen, zweitstärkste Partei im Kanton zu werden. Nun habe die Versammlung etwas konservativer für Sicherheit und weniger Risiko votiert.

Zur Nomination hatten die Wahlkreise Sursee und Hochdorf insgesamt drei Anwärter aufgestellt: den Neuenkircher Sozialvorsteher und Kantonsrat Jim Wolanin, Rolf Born, Gemeindepräsident von Emmen und Kantonsrat, sowie Fabian Peter, der als Gemeindeammann von Inwil und Kantonsrat amtet. Im zweiten Wahlgang schaffte der 41-jährige Peter die Wahl mit 181 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 174 Stimmen. An zweiter Stelle  lag Born mit 121 noch vor Wolanin mit 44 Stimmen.

Unternehmer und Familienvater

Der Nominierte ist Unternehmer und führt als Mitinhaber zusammen mit seinem Bruder einen Familienbetrieb für sanitäre Anlagen und Heizungen mit 15 Mitarbeitern in Inwil. Peter ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Seit 2015 sitzt Peter im Kantonsparlament, seit 14 Jahren amtet er als Gemeindeammann. Die Kantonsrats- und Regierungsratswahlen finden am 31. März 2019 statt. Zur Zeit gehören der Luzerner Kantonsregierung Marcel Schwerzmann (parteilos/seit 2007), Guido Graf (CVP/seit 2010), Reto Wyss (CVP/seit 2011), Robert Küng (FDP/seit 2011) und Paul Winiker (SVP/seit 2015) an. Die SP gab bereits bekannt, dass sie mit Kantonsrat Jörg Meyer den 2015 verlorenen linken Regierungssitz zurückholen will. Sie will, dass der Kanton Luzern in der nächsten Legislatur nicht mehr rein bürgerlich regiert wird.

(Quelle: sda)