Lehrstellen-Mangel in der IT-Branche

Vielen Lehrbetrieben ist es zu aufwändig, Lernende auszubilden

Der Lehrstellen-Mangel in der IT-Branche ist akut (Symbolbild).

Knapp 4'800 Jugendliche haben diesen Sommer im Kanton Luzern eine Lehre begonnen. So wenig, wie seit fünf Jahren nicht mehr. Laut einer Mitteilung des Kanton Luzern gibt es insbesondere im Bereich der Gastronomie und Lebensmittel zu wenig Nachwuchs. Zulauf erfreuen sich dafür Berufe im Gesundheitswesen, im kaufmännischen Bereich und in der Informatik.

Die Nachfrage nach Lehrstellen in der IT-Branche übersteigt das Angebot. Laut Roger Erni, dem Geschäftsführer der ICT-Berufsbildung Zentralschweiz, sei es vielen Lehrbetrieben zu aufwändig, Informatik-Lernende auszubilden. Im Gegensatz zu anderen Lehrgängen könne der Nachwuchs nämlich nicht bereits ab Ausbildungsbeginn eingesetzt werden – dies, weil die Anforderungen sehr hoch und komplex sind. In anderen Worten: Zunächst gibt es kaum einen «Nutzen» für die Lernenden.  

Koordination zwischen Lehrbetrieb und Berufs-Fachschule

Die ICT-Berufsbildung Zentralschweiz koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den Lehrbetrieben und der Berufs-Fachschule. Im Rahmen der Überbetreiblichen Kurse geht sie auf die Bedürfnisse der Lehrbetriebe ein und macht die Lernenden fit fürs Berufsleben.

Stetige Entwicklung

Weil sich die IT-Branche auch in Zukunft immer weiterentwickeln wird, gibt es seit August 2018 eine verkürzte Lehre mit etwas tieferen Anforderungen: Die Ausbildung zum ICT-Fachmann/Fachfrau.

Audiofiles

  1. Lehrstellen-Mangel in Informatik-Branche. Audio: Philip Breit