Pyrowerfer bezahlt Genugtuung an Luzerner

Das Opfer und der Täter des Luzerner Pyrofalls haben sich geeinigt

Wegen eines Knallkörpers hat ein Luzerner einen schweren Hörschaden.

Wegen einer Pyro-Aktion an einem Fussballmatch in der Swisspoorarena hat ein Luzerner einen schweren Hörschaden. Seit rund zwei Jahren ist deswegen ein juristisches Hickhack in Gange. Nun zeigen Recherchen der Luzerner Zeitung, dass sich das Opfer und der mutmassliche Täter auf den Betrag der Genugtuung geeinigt haben.

Vor rund zwei Jahren hat ein Mann aus Appenzell bei einem Fussballmatch in der Swisspoorarena mehrere Petarden gezündet. Dabei wurde ein luzerner Zuschauer verletzt. Weil ein Knallkörper explodiert ist, leidet der Mann unter einem schweren Hörschaden. Er ist auf einem Ohr taub, hat Tinnitus und benötigt ein Hörgerät. Das Bundesstrafgericht hat den Petardenwerfer im letzten Jahr verurteilt. Der Mann hat das Urteil aber nicht akzeptiert. Er hat den Fall ans Bundesgericht weitergezogen.

Auch das Opfer wehrte sich daraufhin. Es wollte vor dem Bundesgericht erreichen, dass die Genugtuung höher ausfällt. Nun wurde diese Beschwerde jedoch zurückgezogen. Der Grund: Das Opfer und der mutmassliche Täter haben sich auf die Höhe der Genugtuung geeinigt. Der genaue Betrag ist nicht bekannt. Er dürfte aber höher sein als 12‘000 Franken. Diesen Betrag hatte das Bundesstrafgericht ursprünglich gesprochen. Der Fall ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Immer noch hängig ist die Beschwerde des mutmasslichen Täters.