Warum die Fasnacht nicht überall am 11.11. beginnt

Während Köln oder Mainz loslegen, dauert es in und um Luzern noch etwas

Der Fritschi-Umzug 2019.

Heute am 11. November um Punkt 11.11 Uhr beginnt mancherorts die Fasnacht. Zumindest in Städten wie Zürich, Köln oder in gewissen Landgemeinden der Region. In und um Luzern hingegen ist das fasnächtliche Treiben genauso wie auch in Basel noch in weiter Ferne.

Wie so vieles hat auch die Fasnacht mit Religion zu tun. Denn je nach Konfession werden die rüüdigen Tage an anderen Tagen gefeiert. Es gibt dabei eine katholische und eine reformierte Fasnacht. Die katholische Fasnacht beginnt, wie sie die Stadt Luzerner kennen, am Schmutzigen Donnerstag und endet am Äschermittwoch. Also zu Beginn der Fastenzeit, 40 Tage vor Ostern. Als Beginn der Fasnacht gilt in vielen deutschsprachigen Gebieten jedoch bereits der Dreikönigstag am 06. Januar.

Köln oder Mainz läuten den Karneval ein

In reformierten Kantonen wie Zürich wird die Fasnacht aber offiziell am 11. November eingeläutet. So auch in den deutschen Karnevalshochburgen Köln, Mainz oder Düsseldorf. Bei diversen Luzerner Landgemeinden wird der 11.11. ebenfalls als Startschuss in die Fasnacht gefeiert. So gibt es bereits einige Guuggenmusiken, welche ihre Fasnachtsbälle durchführen, wie etwa am vergangenen Samstag in Hildisrieden. Ob dies aber wirklich mit dem Glauben zu tun hat oder doch eher mit der Vereinskasse, bleibt offen.

Ursprung liegt im 19. Jahrhundert

Der Ursprung der Fasnachtseröffnung am 11.11. liegt im 19. Jahrhundert. Früher gab es zwei Fastenzeiten. Eine vor Ostern und die andere vor Weihnachten. Und diese Fastenzeit vor Weihnachten beginnt heute am 11. November am Martinstag.