LiveDiese Lockerungen plant der Bundesrat ab 1. März
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Diese Lockerungen plant der Bundesrat ab 1. März

Fragen und Antworten
Der Bundesrat schlägt eine vorsichtige, schrittweise Öffnung ab dem 1. März vor. Als erstes sollen Aktivitäten mit einem kleinen Ansteckungsrisiko wieder zugelassen werden. Weitere Lockerung sollen – wenn die Fallzahlen nicht weiter ansteigen – im monatlichen Abstand getroffen werden.
Publiziert am Mi 17. Feb 2021 16:31 Uhr

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Neuansteckungen, Hospitalisationen und Todesfälle weiterhin gesunken. Das ermöglicht eine erste Lockerung der Massnahmen. Heute hat sich der Bundesrat zusammengesetzt und über die weiteren Lockerungsschritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie diskutiert. Die neuen Lockerungen treten nach Rücksprache mit den Kantonen in Kraft.

Was wird ab dem 1. März wieder geöffnet?

Einkaufsläden und Märkte für Güter des nicht täglichen Bedarfs, Museen und Lesesäle von Bibliotheken sollen ab März wieder öffnen dürfen. Ebenfalls auch Aussenbereiche von Zoos und botanischen Gärten. Die Anzahl der Kundinnen und Kunden muss jedoch weiterhin beschränkt werden. An all diesen Orten gelten Maskenpflicht, Abstandhalten und Kapazitätsbegrenzungen, auch für Einkaufszentren als Ganzes. Lebensmittelläden, Kioske, Bäckereien, Tankstellenshops, Apotheken, Optiker, Hörgeräteläden, Telekomanbieter, Reparatur- und Unterhaltsgeschäfte, Wäschereien, Coiffeursalons, Bau- und Gartengeschäfte, Blumenläden durften auch während des Lockdowns offenbleiben.

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Mit wie vielen Menschen darf ich mich treffen?

Im Freien sollen private Veranstaltungen mit bis zu 15 Personen wieder erlaubt sein. An privaten Veranstaltungen dürften dann weiterhin maximal fünf Personen teilnehmen. Kinder werden mitgezählt. Es gilt weiterhin die Empfehlung, private Treffen auf maximal zwei Haushalte zu beschränken. Jugendliche unter 18 Jahren sollen den meisten sportlichen und kulturellen Aktivitäten wieder nachgehen können. Zudem sollen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wieder zugänglich sein.

Kann ich ab dem 1. März wieder ins Fitnesscenter? Sind Sporttrainings wieder erlaubt?

Nein, Sport- und Freizeitanlagen wie Kunsteisbahnen, Tennis- und Fussballplätze oder Leichtathletikstadien dürften zwar wieder öffnen, nicht aber Fitnesszentren und Sporthallen. In Aussenanlagen gelten neben Kapazitätsbeschränkungen die Maskentragpflicht oder das Abstandhalten. Erlaubt wären jeweils nur Gruppen von maximal fünf Personen. Wettkämpfe und Veranstaltungen sind im Erwachsenen-Breitensport weiterhin nicht erlaubt. Profispiele ohne Zuschauer sind weiterhin erlaubt. Kinos, Casinos, Bars, Discos, Theater und Tanzlokale bleiben geschlossen. Anlässe mit Publikum sind weiterhin verboten.

Müssen Restaurants weiterhin geschlossen bleiben?

Ja, Restaurants oder andere Gastronomiebetriebe müssten weiterhin geschlossen bleiben. Öffnen dürften nur Take-Aways, Schul- und Betriebskantinen sowie Hotelrestaurants für Hotelgäste. Auch Lieferdienste bleiben erlaubt.

Wann gibt es weitere Lockerungen?

Am 1. April soll ein zweiter Öffnungsschritt erfolgen. Vorgesehen wären zum Beispiel, Kultur- und Sportveranstaltungen mit Publikum in eng begrenztem Rahmen wieder zu ermöglichen, ebenso Sport in Innenräumen oder die Öffnung von Restaurantterrassen. Voraussetzung dafür ist, dass die epidemiologische Lage dies zulässt. Bei seinem Öffnungsentscheid orientiert sich der Bundesrat an Richtwerten: Die Positivitätsrate soll unter fünf Prozent, die Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patienten unter 25 Prozent und die durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten sieben Tage unter 1 liegen, und die 14-Tages-Inzidenz am 24. März soll nicht höher sein als bei der Öffnung am 1. März. Diese Richtwerte können je nach epidemiologischer Lage angepasst werden. Der Bundesrat wird bei neuen Lockerungen die Kombination dieser Richtwerte beurteilen.

Wie viel Geld hat der Bund bisher für die Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgegeben?

Für das Jahr 2021 wurde ein Defizit von 21,8 Milliarden Franken budgetiert, sagt Ueli Maurer. «Das ist ein Ausmass, wie wir es noch nicht gekannt haben.» Im Vorjahr gab es ein Defizit von 15,8 Milliarden Franken.

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(str)

    #Coronavirus#Bundesrat#Lockerung#Massnahmen
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