Live«Im November und Dezember werden unsere Spitäler überlastet sein»
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«Im November und Dezember werden unsere Spitäler überlastet sein»

Experten des Bundes
Die Point de Presse am Freitag ist ein grosser Appell der Bundesexperten an die Bevölkerung gewesen, die neuen Massnahmen einzuhalten und die persönlichen Kontakte so weit wie möglich einzuschränken. Eine Überlastung der Spitäler sei kaum mehr zu verhindern.
Publiziert am Fr 30. Okt 2020 15:44 Uhr

Schweizweit liegt die sogenannte Inzidenz bei 900 Neuinfektionen auf 100'000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. «Es kann sein, dass aufgrund der vielen Fälle in den letzten Tagen nicht alle Fälle in die Zahlen eingeflossen sind», sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit BAG.

Die Infektionszahlen seien aufgrund der höheren Testkapazität nicht mit der Situation im Frühling zu vergleichen. Bei der Anzahl Hospitalisierungen und Todesfälle sei die Entwicklung jedoch vergleichbar. Einzig die Minimierung der persönlichen Kontakte könne die Infektionskette brechen. Das gilt auch für Halloween.

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«Die Spitäler werden überlastet sein»

«Wir haben immer mehr Gesundheitspersonal, welches sich mit dem Virus infiziert», sagt die Berner Kantonsärztin Linda Nartey. Die Situation in den Arztpraxen sei daher sehr zunehmend angespannt. Weiterhin verdoppeln sich wöchentlich die Hospitalisierungen und die Fälle auf den Intensivstationen.

«Jetzt müssen wir damit rechnen, dass die Kapazität in den Spitälern überschritten werden», sagt Martin Ackermann, Präsident der nationalen COVID-19 Science Task Force. Selbst eine Erhöhung der Kapazitäten auf den Intensivstationen würde nur kurzfristig eine Besserung bringen. «Ein exponentielles Phänomen können wir nicht mit einer linearen Massnahme bekämpfen», so Ackermann. Der Bund empfiehlt daher, auf nicht lebenswichtige Operationen zu verzichten.

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Regeln für den Sport führten zu Unklarheiten

Brauch ich jetzt eine Maske im Fitnesscenter oder nicht? Nach den neusten Regeln des Bundesrats gab es viel Fragen. Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport BASPO, versucht Klarheit zu schaffen. «Sport ist wichtig für die mentale und körperliche Gesundheit», erklärt er. In Innenräumen, wie im Fitnesszentrum, bei Yoga oder Pilates, müsse eine Maske getragen und der Abstand eingehalten werden. Im Freien brauche es auch keine Masken, sofern man genügend Abstand zu anderen Personen hat. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre dürfen weiterhin ganz normal Sport machen. Für Erwachsene ist Sport nur ohne Körperkontakt erlaubt.

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