Abstimmungen und Wahlen

Bisherige Regierung bestätigt, SVP neu stärkste Kraft im Parlament

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Wahlen im Kanton Zug

Bisherige Regierung bestätigt, SVP neu stärkste Kraft im Parlament

Die Zuger Regierung bleibt rein bürgerlich: Die Stimmberechtigten haben am Sonntag im ersten Wahlgang die sieben bisherigen Regierungsmitglieder im Amt bestätigt. Im Kantonsrat ist nach kleinen Verschiebungen die SVP neu stärkste Kraft.

Bei einer Wahlbeteiligung von 47,6 Prozent schafften die sieben Bisherigen von Mitte, SVP und FDP das absolute Mehr von 12'891 Stimmen. Übertroffen wurde dieses auch vom Kandidaten der Alternative-die Grünen, er schied aber als Überzähliger aus, wie Landschreiber Tobias Moser im Wahlzentrum erklärte.

Das beste Resultat machte Sicherheitsdirektorin Laura Dittli (Mitte) mit 22'928 Stimmen. Es folgten Gesundheitsdirektor Andreas Hausheer (Mitte), Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP), Baudirektor Florian Weber (FDP), Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut (Mitte), Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) und Andreas Hostettler (FDP), der die Direktion des Innern leitet.

Am knappsten verpasste die Wahl Andreas Lustenberger (Alternative - die Grünen) mit 15'367 Stimmen und schied als Überzähliger aus. Chancenlos waren Joëlle Gautier (GLP) und Jessica Gauch (SP) mit je über 10'000 Stimmen.

SVP neu stärkste Partei im Kantonsrat

Bürgerlich geprägt bleibt auch das Zuger Kantonsparlament, die Linke kann nicht zulegen. Im bürgerlichen Lager geht die SVP als Wahlsiegerin hervor. Ihr Erfolg in Zug folgt dem nationalen Trend: 2026 eroberte sie schon in Bern, Nidwalden und Obwalden weitere Sitze.

Die SVP stellt in Zug künftig 20 Kantonsratsmitglieder und gewinnt gegenüber der Wahl 2022 zwei Sitze dazu. Dieser Erfolg geht auf Kosten der FDP (17 Sitze) und Mitte (18 Sitze), die je einen Sitz abgeben. Die Mitte verliert damit ihre Stellung als stärkste Partei im Kantonsparlament.

Links-grün und die GLP konnten ihre Wähleranteile halten. Die Alternative-die Grünen bleiben die stärkste linke Kraft mit weiterhin elf Sitzen, die SP hält acht Sitze, die GLP sechs. Zwei in je einer Gemeinde wählbare Listen sammelten zu wenig Stimmen für ein Mandat.

Gleiches Bild auch in der Stadt Zug

In der Stadt Zug sind Stadtpräsident André Wicki (SVP) und die vier weiteren Mitglieder des Stadtrats von den Stimmberechtigten im Amt bestätigt worden. Die Stadtregierung besteht damit weiterhin aus zwei Mitgliedern der FDP sowie je einem von SVP, Mitte und SP.

Die bisherige Stadtregierung mit Stadtpräsident André Wicki (SVP) sowie Eliane Birchmeier (FDP), Etienne Schumpf (FDP), Urs Raschle (Mitte) und Barbara Gysel (SP) hatte sich für eine weitere Legislatur zur Wiederwahl gestellt. Herausgefordert wurde sie von Tabea Estermann (GLP) und Martin Iten (CSP).

Estermann erreichte zwar das absolute Mehr von 2881 Stimmen, schied aber als Überzählige aus. Das beste Resultat machte Urs Raschle mit 4997 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 48,5 Prozent.

Wicki war der einzige Kandidat für das Stadtpräsidium und wurde in stiller Wahl wiedergewählt. Er gehört dem Stadtrat seit 2011 an und war vor vier Jahren erstmals in das Amt des Stadtpräsidenten gewählt worden.

Bei der Wahl der 40 Mitglieder des Grossen Gemeinderats verloren FDP und GLP je einen Sitz an die SVP, die neu auf 9 Mandate kommt, gleich viele wie die Freisinnigen. Die Mitte verharrt bei 7 Sitzen. ALG/CSP hat weiterhin 7 Mandate, die SP deren 5. Die GLP hat noch 3 Sitze.

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