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Vincent - Zwischen Wahn und Wunder

© Morris Mac Matzen
- Vincent - Zwischen Wahn Und Wunder
23. Sep 2026 - 28. Feb 2027

Vincent - Zwischen Wahn und Wunder

Vincent van Gogh gilt als einer der bekanntesten Künstler des 19. Jahrhunderts. In dieser Ausstellung werden die letzten drei Jahre seines Lebens beleuchtet, welche die intensivsten und produktivsten waren, denn in nur 16 Monaten schuf er über 187 Gemälde. Erzählt wird seine Geschichte aus der Sicht seiner Schwägerin, die dafür sorgte, dass seine Gemälde berühmt wurden.

Die Ausstellung nimmt die Besuchenden mit auf eine Reise durch den letzten Teil des Lebens von Vincent van Gogh. Im immersiven Teil tauchen die Besuchenden tief in die Geschichte ein und flanieren an der Seite des Ausnahmekünstlers zur «Caféterrasse am Abend», stehen unter dem funkelnden Himmel der «Sternennacht» und lassen sich ganz vom leuchtenden Gelb der «Sonnenblumen» einhüllen. Johanna Gezina van Gogh Borger erzählt über Audioguides auf Deutsch, Französisch oder Englisch den Besuchenden die Geschichte ihres Schwagers. Die Ausstellung gibt einen tiefen Einblick in das Innerste von Vincent van Gogh durch seine Briefe an seinen Bruder Theo, mit welchem er eine sehr innige Beziehung pflegte.

Kontraste – Seine innere Zerrissenheit

Die Farbwahl Vincent van Goghs gehört zu seinem Erkennungszeichen. Komplementärfarben direkt nebeneinander zu setzen, war eher neu und für seine Zeit aussergewöhnlich. Durch den starken Kontrast leuchten die Werke noch mehr. Die intensiven Farben zeugen von der Intensität seiner Welt. Seine Gemälde haben starke Linien und Pinselstriche, er denkt seine Welt in Linien. Seine Bilder sind realistisch, aber nicht realitätsgetreu.

Die Kontraste zeigen sich nicht nur in seinen Bildern, sondern auch in seiner Seele. Sein Leben war geprägt von Freud und Leid, Selbstzweifel und Selbstüberschätzung, Genie und Wahnsinn. Er hatte den unstillbaren Drang zu malen, erhielt aber weder von den Malern seiner Zeit noch von der Gesellschaft Anerkennung für seine Werke. Seine psychische Gesundheit litt sehr unter seiner Zerrissenheit. Er gilt heute als manischer Maler, welcher aus Impulsen heraus gemalt hat. Forschungen zeigen aber, dass er sehr gewählt seine Motive mit Hilfslinien versah und sehr strukturiert an seine Werke heranging. Zudem fertigte er diverse Skizzen für seine Motive an, unter anderem auch in Briefen an seinen Bruder. Er wiederholte Motive, deswegen gibt es viele Selbstbildnisse und Sonnenblumen. Ein weiteres Element, welches die Gegensätze deutlich macht, ist das Spiel von Licht und Schatten in seinen Gemälden. Sein Licht war die Malerei und sein Schatten die Einsamkeit und Traurigkeit, die tief in ihm war.

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