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Die letzten Fasnächtler in Luzern
Die Luzerner Polizei zieht eine positive Bilanz zur Fasnacht, die insgesamt friedlich verlief. Zu Zwischenfällen kam es an den letzten Fasnachtstagen in der Stadt Luzern nach einem Böllerwurf und in Hochdorf wegen Kutschpferden.
Ein 23-jähriger Schweizer hatte am Güdismontag nach 22 Uhr einen Böller in die Menschenmenge am Mühleplatz geworfen, schrieb die Polizei am Mittwoch in einer Mitteilung. Anwesende Personen hielten ihn zurück, bis die Polizei ihn festnahm.Der Feuerwerkskörper verletzte eine Person, die Polizei sucht nach weiteren möglichen Verletzten. Der stark alkoholisierte Mann trug weitere Böller auf sich. Ansonsten verzeichnete die Polizei an der Fasnacht keine nennenswerten Vorfälle mit Feuerwerkskörpern.
Bei der Besammlung zum Umzug in Hochdorf scheuten die Pferde der Zunftkutsche. Darauf wurde eine Kurscherin von der Kutsche erfasst und verletzt, wie die Polizei weiter schrieb. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital. Die Pferde wurden vor Ort beruhigt und dann abtransportiert.
Weniger Fasnachtsbegeisterte unterwegs als im Vorjahr
Über alle Fasnachtstage hinweg nahm die Polizei 21 Personen vorübergehend fest oder in Gewahrsam. Meistens war Trunkenheit der Grund, aber auch Hinderungen einer Amtshandlung oder Drohungen führten zu Festnahmen. In der Stadt Luzern nahm die Polizei rund 200 Personenkontrollen im Fasnachtstreiben vor.
Mit geschätzt 280'000 Personen über alle sechs Tage feierten «spürbar weniger» Menschen die Fasnacht in der Stadt Luzern, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Dies sei wohl auf die garstigen Wetterbedingungen zurückzuführen, es kam immer wieder zu Regenschauern. Im letzten Jahr hielten sich rund 350'000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler in Luzern auf.Auch in den ländlichen Gemeinden ausserhalb der Kantonshauptstadt feierten insgesamt mehrere hunderttausend Personen die fünfte Jahreszeit. Gemäss Mitteilung der Polizei verliefen die Anlässe «sehr friedlich».