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Picasso und Miró locken ins Kunstmuseum Luzern

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Miró & Picasso - grosse Namen zurück im Kunstmuseum Luzern

Picasso, Kandinsky und Miró – die grossen Namen aus der Kunstwelt sind zurück in Luzern. Das Kunstmuseum zeigt eine Ausstellung, die es vor 90 Jahren schon einmal gegeben hat. Damals waren die Werke ein mutiges Zeichen gegen die Nazi-Propaganda – heute sind sie ein kleines und wertvolles Stück Kunstgeschichte, das jetzt wieder bestaunt werden kann.

Alle Augen liegen auf Luzern! Ein mittelgrosses Kunstmuseum zeigt die Superhelden der Moderne, Werke aus Museen der Weltstädte: Picasso, Cézanne, van Gogh, Miró, Kandinsky, Klee. Die grossen Erneuerer der Kunst finden sich in der 4. Etage des KKL.

Denn hier befindet sich ein schmerzhaft kastriertes Haus, das früher im «Meilibau» mit Seeanstoss ein Museum von Weltgeltung war. Das im Ruf stand, Avantgarde zu sein. Auch wenn die Institution in der Vergangenheit an Bedeutung verlor, jetzt macht sie wieder von sich reden. Das Haus blüht auf zur alten Grösse.

Das Ereignis des Kunstjahres 2025

90 Jahre später möglich gemacht hat die Rekonstruktion und Aufarbeitung dieser legendären Ausstellung ein supermotiviertes Team um Direktorin Fanni Fetzer. Über fünf Jahre hat man in akribischer Detektivarbeit sämtliche oder fast alle Hochkaräter noch einmal zusammengetragen. Und, selbstredend, hängt nun Sophie Taeuber-Arp prominent im ersten Saal. Rehabilitiert wird auch die verschmähte Barbara Hepworth (1903–1975). Ihre Arbeiten, frisch und zeitlos, lassen das Frühwerk von Erni alt aussehen.

Man muss die Hintergründe der Schau, die nun «Kandinsky, Picasso, Miró et al.» heisst, nicht kennen. Man muss nicht zur Kenntnis nehmen, weshalb im entlegenen Luzern mit einem Mal zentrale Juwelen der Moderne versammelt sind. Klar wird in den Sälen allemal: Ein derartiges Sinnenspektakel auf derart beschränkter Fläche ist so schnell nicht wieder zu erleben. Wer den Besuch der Ausstellung versäumt, bringt sich um das Ereignis des Kunstjahres 2025.

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