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Konzerthaus Schüür droht FCL-Fan mit Anzeige

Schmierereien auf Männerklo
Immer wieder wurden die Toiletten des Konzerthaus Schüür mit Schmierereien verwüstet. Am Dienstagvormittag hatte der Geschäftsführer dem Vandalen ein Ultimatum aufgestellt: Entweder würde er sich bis am Nachmittag melden oder er wird bei der Polizei verzeigt. Nun hat man Kontakt mit dem Verantwortlichen aufgenommen.
Publiziert am Di 7. Dez 2021 17:30 Uhr

«Entweder meldet sich bis heute, Dienstag, 15 Uhr, der Täter zum freiwilligen Frischanstrich oder wir erstatten Anzeige», schrieb die Schüür auf ihrer Facebook-Seite. Eine unbekannte Person hat vergangenes Wochenende in den Männer-Toiletten zahlreiche Schmierereien oder auch auf Englisch Tags genannt, an die Wände gemalt. Es sei nicht das erste Mal, dass dies passierte, sagt der Geschäftsführer der Schüür, Marco Liembd gegenüber PilatusToday und Tele 1. «Es ist wiederholend. Heute Morgen ist uns nun der Kragen geplatzt.» Es seien jedes Mal FC Luzern-Tags, die hingezeichnet werden. «Wir haben am meisten Vandalismus an diesen Tagen, an denen der FC Luzern spielt», so Liembd.

Kontakt zum Vandalen aufgenommen

Wie Marco Liembd bestätigt, habe man inzwischen indirekt Kontakt mit der verantwortlichen Person aufgenommen. «Es sieht so aus, dass wir uns treffen werden und dann würden wir auch von einer Anzeige absehen», meint Liembd. Er ist froh, dass dies funktioniert hat und man niemand verzeigen muss. «Wir entschuldigen uns, dass wir in diesem Facebook-Post die Fans pauschalisiert haben. Im Gegenzug soll er sich für die Tags entschuldigen, dann ist diese Geschichte gegessen und dann geht es wieder auf Punktejagd für den FCL.» Ausserdem muss er seine Schmierereien selbst übermalen.

FCL-Fans waren vorerst nicht mehr erwünscht

Im Vorfeld hatte der Geschäftsführer, der sich selbst auch als FCL-Fan outet, gedroht, vorerst keine Fans mehr in die Schüür reinzulassen.

Man wolle für die Konzertbesucher und Gäste da sein, auch für die FCL-Fans. «Aber mit diesen Zusatzkosten für die Corona-Massnahmen und auch noch die Reinigung der Toiletten geht die Rechnung nicht mehr auf», sagte Liembd am Dienstagvormittag. Da man aber inzwischen Kontakt zum Vandalen aufgenommen habe, versichert Liembd, dass die Fans künftig auch in die Schüür dürfen, falls es nicht mehr zu solchen Schmierereien kommen würde.

Mehrheitlich positives Feedback

Die meisten Reaktionen sind positiv ausgefallen. Viele haben Verständnis dafür. Es hat aber auch einige gegeben, die die Reaktion der Schüür nicht verstanden. «Geht mal in andere Jugendhäuser, dort sieht es schlimmer aus» oder «macht nicht so ein Theater», liest man in den Kommentarspalten. Auch haben sie Rückmeldungen erhalten, dass die Schüür pauschalisiere und alle in einen Topf werfen würde.

Was hältst du davon? Findest du dies richtig, was die Schüür macht oder findest du es übertrieben? Schreibe es unten in die Kommentarspalte.

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